Bezirk Oberpfalz

    Jubilarehrung 2013 Ortsverein West

    Jubilarehrung 2013 Ortsverein West

    September 2013 - Ortsverein "West"

    Ver.di Ortsverein ‚West‘ ehrt in Eschenbach langjährige Mitglieder für 60, 50, 40 und 25 Jahre Treue zu ihrer Gewerkschaft

    Am Samstag, den 28. September fanden sich wieder Jubilare der Gewerkschaft ver.di, zahlreiche Gäste und die Mitglieder des Ortsvereins-Vorstandes ein, um auch in diesem Jahr langjährige Mitglieder zu ehren.

    Ortsvereinsvorsitzender Klaus Lehl freute sich, dass auch dieses Mal wieder Mitglieder für ihre 25, 40, 50 und sogar 60 jährige Treue zu ihrer Gewerkschaft geehrt werden konnten. In seiner Begrüßungsrede dankte er zunächst den Jubilarinnen und Jubilaren für diese jahrzehntelange Treue;

    „ihr habt über Jahrzehnte unserer Gewerkschaft die Treue gehalten und seid uneigennützig in den Betrieben und in der Öffentlichkeit eingetreten, wenn es galt, Interessen und Forderungen im Sinne unserer Mitglieder durchzusetzen!“.

    Als Gäste begrüßte er neben seinen Vorstandskollegen insbesondere seinen langjährigen Weggefährten und jetzigen ver.di-Seniorensprecher Manfred Haberzeth sowie Karlheinz Winter, stv. Bezirksgeschäftsführer.

    Für die Festansprache konnte der Ortsverein Kollegen Alexander Gröbner, Geschäftsführer des ver.di-Bezirkes Oberpfalz, gewinnen.

    Kollege Manfred Haberzeth, überbrachte die Grüße der ver.di-Senioren. Persönlich freute er sich, als langjährig ‚Hauptamtlicher‘ viele ehemalige Mitstreiter wieder zu sehen – und ehren zu dürfen. In seinem Rückblick ging er auf vieles ein, dass gemeinsam erreicht worden ist. Als Beispiele nannte er die Tarifvertragsbindung sowie die Mitbestimmung bei den Stationierungsstreitkräften

    Seine viel beachtete Festrede stellte Alexander Gröbner unter das Motto:

    „gestern, heute und morgen – gemeinsam stark! Zeit für Gerechtigkeit“

    „Im Zentrum unserer heutigen Veranstaltung steht ihr liebe Jubilarinnen und Jubilare“, so der Festredner.

    „Was war eigentlich in den Jahren, in welchen ihr Mitglied dieser Gewerkschaft geworden seid?“,

    mit diesen Worten blickte er zunächst zurück auf die Jahre 1953, 1963, 1973 und 1988 – auf die Jahre, in denen die Jubilarinnen und Jubilare in die Gewerkschaft eingetreten sind.

    Mit deutlichen Worten prangerte er dann Fehlentwicklungen in der Politik an; u.a. wies er auf die Veränderung des real verfügbaren Jahreseinkommens von 1999 bis 2009 hin: während das ärmste Zehntel der Bevölkerung einen Verlust von 9,6% verzeichnen muss, stieg dieses     um 16,6% für das reichste Zehntel. Für die Bildung müssteDeutschland jährlich mindestens 40 Milliarden Euroaus öffentlichen Mittelnzusätzlich aufwenden, um die Anforderungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) an ein ordentliches Bildungssystem zu erfüllen.

    „Ein aktiver Staat, der den Verfall von Schulen und Brücken endlich beendet, für bezahlbaren Wohnraum sorgt, die Herausforderungen der Energiewende ernsthaft annimmt und Sorge für die Schwächeren in unserer Gesellschaft trägt, ist nicht  nur dringender denn je nötig – er ist auch finanzierbar!“, zeigte sich Gröbner überzeugt.

    Denn es muss „nur“ der seit Beginn des letzten Jahrzehnts durch Steuergeschenke an Unternehmer, Vermögende, Spitzenverdiener und reiche Erben verursachte Einnahmeausfall von weit über 300 Milliarden Euro endlich kompensiert werden.

    Auch in Deutschland kann ein erheblicher Teil des bestehenden Investitionsbedarfs im Rahmen des vom DGB vorgeschlagenen Marshallplans für Europa gestemmt werden. Dieser sieht u.a. vor, eine einmalige Vermögensabgabe von 3  Prozent auf alle privaten Vermögen ab 500.000 Euro bei Ledigen bzw. 1 Million Euro bei Verheirateten zu erheben. Ohne die breite Bevölkerung zu belasten, könnten so in Deutschland bis zu 70 Milliarden Euro als Eigenkapital für einen Europäischen Zukunftsfond beigesteuert werden.

    Ebenso ging er auf gewerkschaftliche Forderungen zur Erbschafts- und Vermögenssteuer sowie zu den Unternehmenssteuern ein.

    „Liebe Kolleginnen und Kollegen“, so appellierte er abschließend an weitere Solidarität: „gestern, heute und morgen – gemeinsam stark! Zeit für Gerechtigkeit!“.

    Im Anschluss ehrten Klaus Lehl, Manfred Haberzeth und Alexander Gröbner unter dem Beifall der Anwesenden, die Jubilarinnen und Jubilare. Überreicht wurden vom ver.di – Vorsitzenden Frank Bsirske unterzeichnete Urkunden und die Ehrennadeln. Zusätzlich erhielten die Jubilarinnen Rosenthal Sammeltassen und die Jubilare Bierkrüge.

    Geehrt wurden für

    • 60 Jahre: Edwin Diepold, Johann Häusler, Willibald Hohl
    • 50 Jahre: Werner Benkhardt, Hans Dagner, Bernd Dietrich, Erhard Dobmann, Ulrich Götz, Engelbert Rass, Max Schmidt, Günter Ullmann, Johann Walter
    • 40 Jahre: Anna Fuchs, Berta Merkl, Marga Schubert, Sieglinde Schwenda, Karl Ahl, Karlheinz Arnold, Edgar Baier, Franz Bauer, Wolfgang Grillenbeck, Heribert Lassner, Alfred Roith, Norbert Waletzko
    • 25 Jahre: Sabine Bauer, Sabine Diener, Gerlinde Dobmann, Elisabeth Heinisch, Maria Hentzschel, Kerstin Müller, Renate Plößner, Marina Riedl, Waltraud Schmucker, Gertrud Sehnke, Ulrike Vogel, Daniela Wagner, Marion Weigl, Andrea Zetlmeisl, Herbert Biersack, Gerhardt Braun, Roland Enthaler, Franz Floth, Thomas Glowka, Karl Gmeiner, Guenter Knappik, Josef Kohl, Andreas Latteier, Peter Lipiotta, Reinhold Meier, Andreas Miedl, Martin Müller, Richard Murr, Ernst Preisinger, Juergen Schlagner, Hans Schreglmann, Wolfgang Schreiber, Karl Schultes, Robert Schusser, Engelbert Schwemmer, Anton Trettenbach, Gerhard Trummer
    Klaus Lehl, Vorsitzender des Ortsvereins West Karlheinz Winter Klaus Lehl
    Die Jubilare des OV West im Jahr 2013 Karlheinz Winter Jubilare 2013 OV West
    Alexander Gröbner, Bezirksgeschäftsführer ver.di Oberpfalz Karlheinz Winter Alexander Gröbner