Bund und Länder

    Regionsversammlung Fachbereich 6 und OV West

    Regionsversammlung Fachbereich 6 und OV West

    Fachbereich 6 und Ortsverein West - Regionsversammlung am 16.01.2014

    Viele Herausforderungen für 2014

    „Es wird verdammt eng um unsere Arbeitsplätze!“, so fürchtet Werner Walberer, Vorsitzender der ver.di-Fachgruppe SSK, sollten  die US-Streitkräfte verstärkt ihre Interessen im pazifischen Raum suchen.

    Zur gemeinsamen Regionsversammlung des ver.di-Ortsvereines West und des Fachbereiches 6 (Bund/Länder) im Grafenwöhrer Sportpark begrüßte er die erneut sehr zahlreich erschienenen Kolleginnen und Kollegen.

    Sein besonderer Willkommensgruß galt dem Kollegen Helmuth Wächter (1. Bgm. Stadt Grafenwöhr).

    Walberer erinnerte zudem an die prägenden Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Hier verwies er vor allem auf die sehr harte Tarifauseinandersetzung, die ihren regionalen Höhepunkt in einem beeindruckenden Demonstrationszug zur Stadthalle in Grafenwöhr mit weit über 400 Teilnehmern hatte.

    Er erinnerte auch daran, dass im abgelaufenen Haushaltsjahr erneut über 300 Arbeitsplätze auf den Truppenübungsplätzen Grafenwöhr/Vilseck und Hohenfels abgebaut wurden. Für die rechtliche Unterstützung bei den damit verbundenen Kündigungen galt sein Dank dem Weid´ner Büro der DGB-Rechtsschutz GmbH mit ihrem Leiter Wolfgang Lubig.

    Weitere Themen für ihn waren die anstehenden Wahlen zu den Betriebsvertretungen, die Fortführung der intensiven Gespräche mit den örtlichen politischen Mandatsträgern – „hierzu brauchen wir die Unterstützung aller, appellierte er an alle jene, die nach wie vor der Gewerkschaft nicht angehören!“.

    „Es bleiben wohl viele Fragezeichen“, so in seinem Grußwort 1. Bgm. Helmuth Wächter. Dies gelte u.a. zu den Auswirkungen der Haushaltspolitik der USA und dem damit verbundenen Auf und Ab. „Leider“, so Wächter, „wird bei Nachfragen unsererseits zum weiteren befürchteten Personalabbau der US-Truppen nach wie vor gemauert“. Er sicherte zu,  auch künftig mit den Betriebsvertretungen und ver.di intensiv zusammen zu arbeiten. „Alle müssen gemeinsam kämpfen!“, forderte er auch die Unterstützung der Bay. Staatskanzlei und der Bundesregierung ein.

    Für den Ortsverein West dankte deren Vorsitzender Klaus Lehl allen, die sich im abgelaufenen Jahr aktiv zum Wohle der Beschäftigten eingesetzt haben – „als Ortsverein verstehen wir uns als  (gewerkschafts-)politische Interessensvertretung und Anlaufstelle für alle Branchen in ver.di“. Sein besonderer Dank galt seinem Kollegen Werner Walberer für dessen ausgezeichnete Arbeit im Bereich der SSK. Er rief abschließend dazu auf, sich sowohl bei den anstehenden Betriebsvertretungs- und Betriebsratswahlen, den Kommunalwahlen und der Wahl zum Europäischen Parlament zu beteiligen: „betrachten wir unser Wahlrecht als Pflicht – viele Menschen weltweit haben keinerlei Möglichkeit, sich demokratisch zu beteiligen!“.

    Für den Fachbereich 6 (Bund/Länder) dankte Vorsitzender Ludwig Brunner für das Engagement im abgelaufenen Jahr. Er bat darum, auch weiterhin in und mit der Gewerkschaft ver.di für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen – „unsere Organisationswahlen in ver.di bieten heuer Gelegenheit, sich aktiv einzubringen!“ wies er bereits auf die Mitgliederversammlung am 5. Juni in Schwandorf hin.

    „Eine Reform jagt die andere“, so in seinem Rückblick für die Bundeswehr der Fachgruppenvorsitzende Herbert Marx. Mit den Umstrukturierungen bei der Bundeswehr, den Zentralisierungen und der Auflösung der Wehrbereichsverwaltungen verbunden waren Neuwahlen von Bezirkspersonalräten notwendig. Als tariflichen Erfolg bezeichnete er die neue Entgeltordnung für den Arbeitgeber Bund – „ohne ver.di wäre dies ebenso wenig möglich gewesen wie die begleitenden Tarifverträge zum Umbau und damit massiven Personalabbau bei der Bundeswehr!“.

    Mit einem äußerst informativen Power-Point-Vortrag blickte Dirk Stockfisch, Fachbereichssekretär, auf ein spannendes, ereignisreiches Jahr 2013 für den Fachbereich zurück – den Bogen spannte er über den Warnstreik bei den SSK bis hin zu dem mehrwöchigen Arbeitskampf bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung für einen Sozialtarifvertrag.

    Abschließend ging Karlheinz Winter, stv. Bezirksgeschäftsführer, auf die politische Großwetterlage ein.

    Besonders prangerte er die Steuerungerechtigkeit an; „fast 4.000 Selbstanzeigen alleine in Bayern in Bezug auf Steuerhinterziehung zeigen wohl nur die Spitze des Eisberges!“, ist er sich sicher. Für ihn stellt sich diesbezüglich die Frage nach der Umsetzung der populistischen Forderung ‚wer betrügt – fliegt!‘.

    Sehr erfreut zeigte er sich bezüglich der Mitgliederentwicklung im ver.di-Bezirk Oberpfalz – „2013 war für uns mit einem positiven Mitgliedersaldo ein gutes, erfolgreiches Jahr!“.

    „Lasst uns gemeinsam daran anknüpfen – damit es 2014 ähnlich erfolgreich wird!“, dankte er allen für ihren Beitrag zu dieser Entwicklung. Er zitierte abschließend Moliere: „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun!“.

    Hier einige Photoimpressionen und die gezeigte Präsentation:

    . Ludwig Brunner Regionsversammlung 20140116_2 lb
    . Ludwig Brunner Regionsversammlung 20140116_1 lb
    . Ludwig Brunner Regionsversammlung 20140116_3 lb
    . Ludwig Brunner Regionsversammlung 20140116_4 lb  – Dirk Stockfisch