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    Generalangriff auf die Betriebsrente noch nicht abgewehrt!

    Generalangriff auf die Betriebsrente noch nicht abgewehrt!

    Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst

    ver.di berät Verhandlungsstand: Generalangriff auf die Betriebsrente noch nicht abgewehrt!

    Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat auf ihrer Tagung am 16./17. Oktober 2014 den Stand der Verhandlungen über die Tarifverträge über die Betriebsrente im öffentlichen Dienst (ATV und ATV-K) beraten.

    Sie hat die hierzu von der Verhandlungskommission eingenommene Position bestätigt. Diese lautet:

    „Unstreitig besteht Handlungsbedarf für den kapitalgedeckten Abrechnungsverband Ost der VBL, hier verweisen wir auf den von uns unterbreiteten Lösungsvorschlag.

    Für den Abrechnungsverband West der VBL erkennen wir einen grundsätzlichen Handlungsbedarf an und sind bereit, über die Höhe des Finanzierungsbedarfs und dessen Deckung zu verhandeln. Vorbedingungen werden abgelehnt“

    Hintergrund der Verhandlungen bilden die Auswirkungen der höheren Lebenserwartung und der derzeitigen Niedrigzinsphase auf die betrieblichen Altersversorgungssysteme:

    Die Arbeitgeber unterstellen, dass durch die längere Lebenserwartung die Renten auch länger gezahlt werden müssten, was die Zusatzversorgungskassen belaste.

    Eure Gewerkschaft ver.di hält dem entgegen, dass der immer spätere Rentenzugang einen entlastenden wirtschaftlichen Effekt hat, der zu berücksichtigen ist.

    Die Arbeitgeber behaupten, die Kassen seien durch die Niedrigzinsphase belastet. Dem hält ver.di entgegen, dass nur bei genauer Kenntnis der wirtschaftlichen Lage der jeweiligen Zusatzversorgungskasse eine seriöse Aussage darüber möglich sei. Die Kassen haben hohe Rückstellungen, bei den überwiegend umlagefinanzierten Kassen dürften Zinsen keine Probleme darstellen.

    Am 29. Oktober findet ein weiteres Gespräch mit den öffentlichen Arbeitgebern statt.

    Weitere Infos dazu findet ihr hier.

    Bitte beachtet dazu das Flugblatt: