Erwerbslose

    Die Tafel - eine Einrichtung um die größte Not zu lindern?!

    Die Tafel - eine Einrichtung um die größte Not zu lindern?!

    Erwerbslose

    Die Tafel - eine Einrichtung um die größte Not zu lindern?!

    Gemeinsam mit dem DGB Ortskartell Amberg-Sulzbach hat der Vorstand des ver.di-Erwerbslosenausschusses zu einer Info-Veranstaltung ins ACC nach Amberg eingeladen.

    Hierzu begrüßten Wolfgang Berndt und Klaus Schmitsdorf vom ver.di-Erwerbslosenauschuss den DGB-Regionssekretär Peter Hofmann sowie insbesondere den Referenten, Herrn Bernhard Saurenbach, den Vorsitzenden der Amberger Tafel.

    In seinem  sehr interessanten Vortrag rund um die Einrichtung „Tafel“  informierte er, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen  - u.a. die Bedingungen, um eine Einkaufskarte zu bekommen. Sehr politisch waren seine Ausführungen – die auch die Zustimmung der Anwesenden fanden:

    ‚Armut ist keine individuelle Krankheit. Armut entsteht durch die seit langem steigende strukturelle Sockelarbeitslosigkeit, durch persönliche Schicksalsschläge, durch unzureichende Förderung von Menschen mit geringerem Leistungsvermögen, durch die Absenkung der Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung.

    Materielle Armut ist in vielen Fällen mit seelischer und sozialer Verarmung verbunden. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Armen mit psychischen und anderen Krankheiten stetig.

    Arme Menschen haben eine kürzere Lebenserwartung.

    Die Altersarmut wird in den nächsten Jahren kontinuierlich ansteigen. Kinder aus Armutsfamilien erreichen in deutlich geringerem Anteil Schulabschlüsse und Ausbildungsplätze.

    Besonders die steigende Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt ist ein Skandal und gefährdet nicht nur die Zukunft der betroffenen Kinder und Jugendlichen.

    Diese Kinder müssen stärker als andere gefördert werden. Hier zu investieren ist das Gebot der Stunde. Wir dürfen nicht zulassen, dass entstandene Risse und Verwerfungen in unserer Gesellschaft sich weiter verbreitern. Die wahre Qualität einer menschlichen Gesellschaft zeigt sich im Umgang mit ihren schwächsten Gliedern. Hier Hilfen anzubieten ist nicht nur wichtig für ist nicht nur wichtig für die Betroffenen. Hier zu helfen ist auch Hilfe zur Selbsthilfe für die ganze Gesellschaft, für eine menschliche Gesellschaft. Hier sind alle gefordert!“.

    In der anschließenden Diskussion stellte er klar, dass jeder Kunde pro Einkaufskorb 2,-- Euro entrichten muss, die die Tafel auch dringend benötigt.

    Er informierte über die Geschäfte und Firmen, die mit Lebensmittelspenden und Geldspenden den Verein unterstützen: über 200 ehrenamtliche Helfer unterstützen derzeit  die Amberger Tafel.

    Beeindruckend war für die Teilnehmer die Logistik: denn die Waren müssen zweimal in der Woche, mit drei eigenen Transportern von den Geschäften abgeholt, verpackt und wieder verteilt werden. Dies alles ist nur möglich durch viel ehrenamtliches Engagement vor Ort – so der Referent.

    Super ist es auch, dass zu besonderen Anlässen, wie Einschulung, Nikolaus, Weihnachten, Ostern Betriebe, Geschäfte, Banken und Privatspenden dazu führen, dass die Kinder beschenkt werden können.

    Für die TeilnehmerInnen brachte es Peter Hofmann auf den Punkt: „in einem so reichen Land wie Deutschland ist es traurig wenn so viele Menschen 2 mal in der Woche auf die ‚Tafel‘ angewiesen sind – für uns als Gewerkschaften gilt es, den Weg des Mindestlohnes und damit eines existenzsichernden Lebens weiter zu kämpfen!“.

    . Wolfgang Berndt Erwerbslose Veranstaltung Tafel_1
    . Wolfgang Berndt Erwerbslose Veranstaltung Tafel_2