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    Jubilarehrung Ortsverein Altlandkreis Oberviechtach

    Ortsverein Altlandkreis Oberviechtach

    Jubilarehrung Ortsverein Altlandkreis Oberviechtach

    Mai 2013 - Ortsverein "Altlandkreis Oberviechtach"

    Ver.di Ortsverein ‚Altlandkreis Oberviechtach‘ ehrt in Schönsee langjährige Mitglieder für 65, 50, 40 und 25 Jahre Treue zu ihrer Gewerkschaft

     

    Am Samstag, den 11. Mai fanden sich wieder Jubilare der Gewerkschaft ver.di, zahlreiche Gäste und die Mitglieder des Ortsvereins-Vorstandes ein, um auch in diesem Jahr langjährige Mitglieder zu ehren.

    Ortsvereinsvorsitzender Peter Forster freute sich, dass auch dieses Mal wieder Mitglieder für ihre 25, 40, 50 und sogar 65 jährige Treue zu ihrer Gewerkschaft geehrt werden konnten. In seiner Begrüßungsrede dankte er zunächst den Jubilarinnen und Jubilaren für diese jahrzehntelange Treue; als Gäste begrüßte er neben seinen Vorstandskollegen insbesondere die 1. Bürgermeisterin der Stadt Schönsee, Frau Birgit Höcherl, seinen langjährigen Weggefährten und jetzigen ver.di-Seniorensprecher Manfred Haberzeth sowie Karlheinz Winter, stv. Bezirksgeschäftsführer.

    Für die Festansprache konnte der Ortsverein Kollegen Peter Hofmann, Gewerkschaftssekretär der DGB-Region Oberpfalz, gewinnen.

    Bürgermeisterin  Birgit Höcherl, überbrachte in ihrem Grußwort die Grüße der Stadt Schönsee.  Sie freute sich, dass auch dieses Jahr die Jubilarehrung wieder in der Stadt durchgeführt werde.

    Kurz stellte sie ihre Stadt vor und wies vor allem auf das überregionale ‚Centrum Bavaria Bohemia‘ mit der grenzüberschreitenden Kulturinformation hin. Sie hob auch hervor, dass Gewerkschaften weiterhin in der heutigen Zeit eine bedeutende Stellung in der Gesellschaft einnehmen und dankte ihrerseits den Jubilarinnen und Jubilaren für ihre Treue zur Gewerkschaftsbewegung.

    Kollege Manfred Haberzeth, überbrachte die Grüße der ver.di-Senioren. Persönlich freute er sich, als langjährig ‚Hauptamtlicher‘ viele ehemalige Mitstreiter wieder zu sehen – und ehren zu dürfen. In seinem Rückblick ging er auf die Gründung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein – als Peter Forster am 31. Mai 2001 zum ersten Vorsitzenden des damaligen ver.di Bezirkes Weiden gewählt wurde.  „Es war eine schöne und vor allem, wenn man die stetige positive Mitgliederentwicklung rückwirkend betrachtet, erfolgreiche Zeit – bedankte er sich nochmals persönlich. „Für mich war es daher selbstverständlich, dass ich zu Deiner heutigen Ehrung für 40 Jahre Mitgliedschaft nach Schönsee komme!“.

    Peter Hofmann – Peter Forster – Manfred Haberzeth Karlheinz Winter Peter Hofmann – Peter Forster – Manfred Haberzeth  – Peter Hofmann – Peter Forster – Manfred Haberzeth

    In seiner viel beachteten Festrede dankte Peter Hofmann erstmals seinem ‚alter Freund‘ Peter Forster für die Einladung.

    „Wir haben uns heute hier versammelt, um all denen zu danken, die uns diesen Anlass geschenkt haben, dies sind unsere Jubilarinnen und Jubilare, die ein Stück der deutschen Gewerkschaftsgeschichte

    mitgeschrieben haben!“.

    Das Alter ist weder Verdienst noch Schande.

    Alter ist ein Zustand,

    älter werden eine Erfahrung

    und manche halten es für eine Gnade.

    25, 40, 50 ja sogar 65 Jahre Mitglied der Gewerkschaftsbewegung zu sein, ist ein Ereignis, für das man persönlich verantwortlich ist, und damit ein großer Verdienst. So viele Jahre Gewerkschaftsmitglied zu sein, bedeutet im Grunde, sich eine ganze Generation, ja ein ganzes Leben lang aktiv für die Interessender arbeitenden Menschen eingesetzt zu haben. 

    „Ihr alle habt durch eure langjährige Mitgliedschaft und die Treue zu eurer Gewerkschaft wesentlichen Anteil daran gehabt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Beamte, Jugendliche und ältere Menschen nicht unter die Räder kommen, sondern dass man mit gewerkschaftlicher Kraft dagegen hält und für Erfolge kämpft.“

    „Treue ist ein hoher Wert in unserer Gesellschaft  - nicht nur in Ehe und Partnerschaft, auch im Beruf“, so Peter Hofmann.

    Treue zur Gewerkschaft hat nach seinen Worten eine besondere Dimension:

    - trotz der unterschiedlichen Strömungen  in einer Einheitsgewerkschaft,

    - trotz mancher tarifpolitischer Enttäuschung,

    - trotz berechtigter Kritik,

    - trotz unterschiedlicher politischer Einstellungen

    - und auch trotz persönlicher Enttäuschung manchem Gewerkschaftsfunktionär gegenüber.

    „Ihr habt euch nicht beirren lassen und der Gewerkschaft und damit der Arbeiterbewegung die Stange gehalten und dafür bedanke ich mich ganz herzlich!“.

    Und dass man vor allem eines nicht darf – resignieren. Wer resigniert, der hat bereits verloren. Leider erleben wir oft Menschen, die nicht mitmachen wollen. Sie sagen: „Was interessiert mich das? Da kann man doch sowieso nicht`s ändern. Das sollen andere für mich regeln.“

    Sie erkennen nicht, dass für uns niemand etwas regeln wird. Nur wenn wir es selbst in die Hand nehmen, geschlossen, gemeinsam in der Gewerkschaft, nur dann können wir etwas erreichen.

    „Denn Gewerkschaftsmitglied zu sein, bedeutet nicht nur regelmäßig seinen Beitrag abzuführen. Gewerkschaftsmitglied zu sein heißt, solidarisches Handeln, die Starken für die Schwächeren und alle zusammen für mehr Gerechtigkeit“.

    „Ihr – liebe Jubilare – habt es vorgemacht und daran sollten wir uns erinnern!“, mit diesen Worten blickte er zurück auf die Jahre 1948, 1963, 1973 und 1988 – auf die Jahre, in denen die Jubilarinnen und Jubilare in die Gewerkschaft eingetreten sind.

    „Liebe Kolleginnen und Kollegen“, so appellierte er abschließend, „lasst uns alle zusammen daran arbeiten, dass alles, was wir gemeinsam aufgebaut haben, was wir gemeinsam geschaffen haben, nicht von dieser Politik von heute auf morgen in die Tonne getreten wird. Es gibt so vieles wie Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität wofür es sich zu kämpfen lohnt. Wir müssen weiter werben für unsere Ideen, für unsere Ziele, für eine gerechte Welt!“

    „Ihr Jubilare habt Mut bewiesen, ihr habt gezeigt, dass es auch anders geht. Denn auch ihr seid in einer Zeit zur Gewerkschaft gegangen, als es nicht einfach war. Wir müssen uns auf unsere Kraft und unsere Solidarität verlassen. Dieses Land lebt auch von selbstbewussten und kampfstarken Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir wollen verhindern, dass sich nur noch die durchsetzen, die die Augen vor allem und jedem verschließen und stärkere Ellenbogen haben!“

    Sein Fazit: Gewerkschaften sind notwendiger denn je. Gewerkschaften erfüllen ihre Aufgabe und man kann  trotz aller Schwierigkeiten zuversichtlich in die Zukunft blicken. „Wir werden es gemeinsam packen. In diesem Sinne nochmals herzlichen Dank für die lange Mitgliedschaft!“

    Allen, die noch im Erwerbsleben stehen, wünschte der Festredner einen sicheren Arbeitsplatz, von dem Frau oder Mann auch gut leben kann;  all jenen, die sich bereits im Ruhestand befinden, einen weiteren sicheren Lebensabend.

    Im Anschluss ehrten Peter Forster, Peter Hofmann, Manfred Haberzeth und Bgm. Birgit Höcherl unter dem Beifall der Anwesenden, die Jubilarinnen und Jubilare. Überreicht wurden vom ver.di – Vorsitzenden Frank Bsirske unterzeichnete Urkunden und die Ehrennadeln. Zusätzlich erhielten die Jubilarinnen Rosenthal Sammeltassen und die Jubilare Bierkrüge.

    Geehrt wurden für

    • 65 Jahre: Manfred Zimmer
    • 50 Jahre: Franz Dirscherl
    • 40 Jahre: Elfriede Frauendorfer, Peter Forster, Viktor Gitter, Josef Hauer, Josef Planner, Bernhard Treiber, Heinz Winklmüller, Michael Winter
    • 25 Jahre: Martina Neussinger, Andrea Schinner, Christa Schulz, Ingrid Sponar, Claudia Wittmann, Helmut Forster, Josef Maier

     

    Peter Hofmann – Peter Forster Karlheinz Winter Peter Hofmann – Peter Forster
    Manfred Zimmer und Peter Forster Karlheinz Winter Manfred Zimmer (Jubilar 65 Jahre) – Peter Forster  – v.l.n.r.: Bgm. Höcherl – Manfred Zimmer (Jubilar 65 Jahre) – Peter Forster – Peter Hofmann – Manfred Haberzeth
    alle JubilarInnen mit Ehrengästen Karheinz Winter Jubilare mit Gäste OV OVI  – alle JubilarInnen mit Ehrengästen