Ortsverein Altlandkreis Oberviechtach

    Ver.di-Ortsverein: 2014 dranbleiben!

    Ver.di-Ortsverein: 2014 dranbleiben!

    Ortsverein Altlandkreis Oberviechtach

    Ver.di-Ortsverein: 2014 dranbleiben!

    „Wir brauchen auch heuer viel Kraft und Durchsetzungsvermögen!“, zeigt sich Peter Forster, Vorsitzender des ver.di-Ortsvereins ‚Altlandkreis Oberviechtach‘ überzeugt. Zur Auftaktsitzung im Gasthof ‚Zur Post‘ begrüßte er neben seinen Vorstandskollegen den stv. Geschäftsführer des ver.di-Bezirkes Oberpfalz, Karlheinz Winter. Inhaltlicher Schwerpunkt des Treffens war der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung. Die jüngsten Diskussionen über Mindestlohn und Finanzierung der Rentenreformen zeigen klar, dass die notwendigen Änderungen noch lange nicht in trockenen Tüchern sind, so Forster. „Die Tinte unter dem Koalitionsvertrag ist noch nicht trocken, da werden die Umsetzungsschritte schon in Frage gestellt!“, empörte er sich. Rentner sollen vom Mindestlohn ausgenommen werden – dies eine der Forderungen. Zum Thema ‚Rentenreformen‘ bezog Karlheinz Winter dann Stellung.

    „160 Mrd. € - eine Horrorzahl! Dieser Betrag soll wohl nötig sein, um das Rentenpaket der Bundesregierung zu finanzieren. Aber: das ist erstmals eine Hochrechnung bis zum Jahr 2030!“, begann dieser seine Ausführungen.

    „Mir ist keine Vorhersage bekannt, egal ob diese zur Rente, zum Wirtschaftswachstum oder zu was auch immer, die für Zeiträume über mehr als einige Monate gemacht wurde, auch eingetroffen ist! Die sog. ‚Wirtschaftsweisen‘ haben sich nachweislich in den letzten Jahren immer geirrt! Und jetzt haben sie die Traute, erneut ‚Horror-Zahlen‘ in die Welt zu setzen – ohne z.B. die Entwicklung des Sozialproduktes dagegen zu setzen!“, so der Gewerkschafter.

    Um was geht´s bei diesem angeblich so sündhaft-teurem Rentenpaket – fragte er und gab aus seiner Sicht gleich die Antworten.

    Erstens um Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben! Deren Kinder sind nach wie vor um ca. 30,-- €/monatlich weniger ‚wert‘, als Kinder, die danach geboren sind! Da stellt sich wohl berechtigt die Frage: gerecht??

    Zur sog. Rente mit 63 forderte er mehr Ehrlichkeit ein. Es ist bei weitem nicht so, dass alle, die 45 Jahre Beitragszeiten haben, mit 63 in die Rente gehen können. Dass auch diese Zahl 63 ab Juli 2014 pro Jahr um 2 Monate steigt – wird verschwiegen!

    Eine echte Rente mit 63 gibt´s daher nicht – auch wenn viele 40, 45 oder mehr Jahre gearbeitet haben, stellte er klar.

    Jetzt die ‚Jungen‘ gegen die ‚Alten‘ auszuspielen, entbehrt jeglicher Grundlage und ist aus seiner Sicht mehr als unfair!

    „Wir sind so reich in Deutschland, dass wir es uns nach wie vor leisten können, die Reichen und Superreichen nicht zu einem angemessen Anteil an den allgemeinen gesellschaftlichen Kosten heran zu ziehen – aber gerade diese jammern über die Kosten der Rentenpolitik! Und auf den Verzicht einer Steuererhöhung für die Reichen ist die CSU auch noch stolz!“, fordert er eine gerechte Beteiligung der Gesellschaft.

    Er dankte dem Ortsvereinsvorstand für sein bisheriges Engagement – soziale Gerechtigkeit hängt vom Einsatz vieler ab! „Ich wünsche mir, dass ihr auch weiterhin gemeinsam mit  eurer Gewerkschaft dafür eintretet“.

    Im ver.di-Bezirk Oberpfalz haben wir im letzten Jahr über 100 Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr mehr – „dies zeigt uns, dass wir als ver.di die richtigen Themen in den Betrieben und Dienststellen gewählt haben!“.

    Forster und Winter wiesen abschließend darauf hin, dass im Jahr 2014 die Vorstände innerhalb der Gewerkschaft ver.di neu gewählt werden. Die Mitgliederversammlung für den ver.di-Ortsverein ‚Altlandkreis Oberviechtach‘ findet am Donnerstag, den 15. Mai (Beginn 17:30 Uhr) im Gasthof ‚Zur Post‘ in Oberviechtach statt. Alle ver.di-Mitglieder sind hierzu eingeladen.

    . Karlheinz Winter Vorstand OV Oberviechtach 2013  – v.l.n.r.: Andreas Gürtler – Matthias Thanner – Peter Forster – Roland Glatzel – Anita Zeitler