Ortsverein Weiden West

    Jubilarehrung im ver.di Ortsverein West

    Jubilarehrung im ver.di Ortsverein West

    „Es ist mir eine große Ehre, Euch, liebe Jubilarinnen und Jubilare recht herzlich in Eschenbach begrüßen zu dürfen!“, so Vorsitzender Thomas Beitz bei der Jubilarehrung 2015 im ver.di-Ortsverein West.

    „Wir bräuchten mehr Menschen wie euch, die über viele Jahrzehnte hinweg mit und in ihrer Gewerkschaft um bessere Bedingungen am Arbeitsplatz gekämpft haben!“. ver.di bezeichnete er als Spiegel der Gesellschaft – wies er auf Kämpfe und  Auseinandersetzungen gegen Lohndumping, 1 €-Jobs, prekäre Arbeitsverhältnisse, aber auch aktuell gegen CETA und TTIP, für das Wasserrecht oder den Kampf gegen ‚rechts‘ hin.

    „Unsere gemeinsame Aufgabe bleibt es, sich weiterhin einzumischen und wegzusehen, wo andere bereits aufgeben“, so Beitz. Ohne eure Treue und  Unterstützung wäre vieles nicht erreicht worden – dankte er allen Jubilarinnen und Jubilaren.

     

     

     

    Klaus Lehl kw Klaus Lehl

    Als Gäste begrüßte er den 3. Bürgermeister, Koll. Klaus Lehl, für die DGB-Region Oberpfalz Nord Kollegen Peter Hofmann sowie für den ver.di-Bezirk Oberpfalz Karlheinz Winter.

    Besonders freute er sich, mit der ehemaligen stv. Bezirksgeschäftsführerin und derzeitigen Vorsitzenden des größten ver.di-Ortsvereins der Oberpfalz Irene Salberg aus Regensburg als Festrednerin des Abends zu begrüßen.

    In seinem Grußwort dankte Klaus Lehl allen Jubilaren – „ihr seid die Stützpfeiler und das Fundament der Gewerkschaft und auch unserer Gesellschaft!“. Solidarisches Handeln bedeutet: Starke für Schwache und alle zusammen für mehr Gerechtigkeit.

    Für den DGB überbrachte Peter Hofmann den Jubilaren Dank und die Grüße – „ihr habt es verdient, dass man euch besonders dankt und großen Respekt zollt für die lange Zeit der Verbundenheit und Treue zu eurer Gewerkschaft!“. Er wies auf einige Erfolge hin, denen ‚wir Junge‘ den Jubilaren zu verdanken haben; daher auch sein besonderer Gruß an die anwesenden ver.di-Senioren als ‚Fan-Club‘ ihrer Gewerkschaft.

    Früher war nicht alles ‚besser‘, sondern  ‚anders‘ – aber alles ‚Andere‘ war besser – mit diesen Worten forderte er zum gemeinsamen Kampf für bessere Lebensqualität auf.

     

    Peter Hofmann kw Peter Hofmann

    „Lasst uns aus unseren Wurzeln lernen!“, so begann Festrednerin Irene Salberg ihre  ausdrucksstarke und immer wieder von Beifall unterbrochene Festrede. Wer resigniert, hat schon verloren – bezeichnete sie den Einsatz für eine bessere Arbeitswelt und Gesellschaft als stete Auseinandersetzung.

    Sie blickte zurück auf die Jahre, in denen die Jubilarinnen und Jubilare in die Gewerkschaft eingetreten sind – u.a. auf Anekdoten wie die ‚Willy-Wahl‘ 1969 oder den Bierpreis auf der 1. Wies´n in München.

    Die besten Erfolge erzielten Gewerkschaften immer dann, wenn der gewerkschaftliche Organisationsgrad auch ‚gepasst‘ hat, so Salberg; beispielhaft erinnerte sie daran, dass alleine in den Jahren 1969 bis 1974 über 1 Mio. neue Gewerkschaftsmitglieder zu verzeichnen waren.

    „Was ist zwischenzeitlich aus unserem Land geworden?“, leitete sie anschließend über auf aktuelle Gegebenheiten. „Bei der Nettolohnentwicklung in den letzten Jahren ist Deutschland europaweit (Alt-Europa) Schlusslicht – auch verzeichnen wir im Vergleich trotz gegenteiliger Meldungen mit die wenigsten Streiktage!“. Im Gegensatz dazu wies sie darauf hin, dass ‚wir‘ die Nr. 1 in Europa sind, wenn´s um den Zuwachs um prekäre Beschäftigungsverhältnisse geht oder auch um den Zuwachs an Millionären. In diesem Zusammenhang prangerte sie massiv die Steuerungerechtigkeit an.

     

    Irene Salberg kw Irene Salberg

    "Wir erleben derzeit eine Politik“, spitzte sie zu, „die in ihren Entscheidungen oft das Grundgesetz missachtet!“. Beispielhaft erwähnte sie hierbei die politischen Entscheidungen – entgegen der deutlichen Mehrheit in der Bevölkerung – i.S. Einführung der Rente mit 67 bzw. von Hartz IV oder auch die milliardenschwere Bankenrettung.

    Weitere Themen waren die Armut bzw. Armutsgefährdung, das auch bei uns bestehende ‚Union Busting‘ und CETA/TTIP.

     

    Abschließend ging sie auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein; sie erinnerte daran, dass Deutschland weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur ist und Kriege in der Regel um Geld oder Macht geführt werden.

    „Wer Kriege sät, wird Flüchtlinge ernten!“  -

     „Auch Josef und Maria waren Flüchtlinge!“

    Mit diesen Zitaten schloss sie mit dem erneuten Dank an die JubilarInnen für die Treue und Unterstützung zur Gewerkschaftsbewegung ihre Festrede.

     

    Gemeinsam mit  Irene Salberg und Peter Hofmann  ehrte Vorsitzender Thomas Beitz anschließend die Jubilare für 25, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft

    Irene Salberg und Thomas Beitz kw Irene Salberg und Thomas Beitz