Mobbing- und Konfliktberatung

    Rat und Hilfe für Betroffene in akuten Konfliktsituationen am Arbeitsplatz

    Unsere ausgebildeten Beraterinnen und Berater stehen auch Betriebsrats-/ Personalratsgremien, Mitarbeitervertretungen, Jugend- und Auszubildenden-vertretungen und Schwerbehindertenvertretungen zur Beratung für betriebliche Konfliktsituationen und zur Prävention als Ansprechpartner zur Verfügung.

    Weitere Leistungen:

    • ReferentInnen für Betriebs-/Mitgliederversammlungen
    • Seminare/Schulungen für ArbeitnehmbervertreterInnen und interessierte Betriebe

    Hotline für Hilfe und Unterstützung

    Unsere ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen im ver.di-Arbeitskreis Mobbing- und Konfliktbewältigung helfen gerne weiter.

    Termine nach Vereinbarung:

    • Petra Schelberger, 0175 7372544
    • Christin Rappl, 0175 7300182
    • Reinhold Krauss, 0160 93875432

    Mobbing: Der Psychoterror am Arbeitsplatz

    Mobbing ist ein Prozess in der Arbeitswelt, in dem zerstörende Handlungen gegen Einzelne über einen längeren Zeitraum vorgenommen werden.

    Die Betroffenen empfinden die Angriffe als Beeinträchtigung und Verletzung ihrer Person. Der ungebremste Verlauf der Angriffe schädigt Körper, Geist und Seele.

    Isolation und Ausgrenzung nehmen  zu, dagegen schwinden die Chancen auf eine zufriedenstellende Lösung. Der Verlust des Arbeitsplatzes ist meist die Folge.

    Mobbing in der Arbeitswelt diskriminiert Menschen und hat in der Regel zur Folge:

    • Entwürdigung
    • Stress, Krankheiten
    • Isolation
    • Versetzungen und Abmahnungen
    • Kündigung des Arbeitsverhältnisses
    • Beruflicher Abstieg und Gefährdung der sozialen und wirtschaftlichen Existenz

    Mobbing kann jede/jeden treffen

    Gleich, ob Frau oder Mann, ob Jung oder Alt, Arbeitnehmer/in oder Vorgesetzte/r, tatsächlich kann jede/r betroffen sein.

    Wertschätzen Sie sich selbst – wir beraten und unterstützen Sie

    • bei der Erarbeitung von Konfliktlösungen
    • bei Aufklärung und Prävention am Arbeitsplatz

     

    Mobbing: Was ist das?

    Mobbing (aus dem Englischen: to mob = anpöbeln) steht für latent vorhandene, nicht offen in Erscheinung tretende Konflikte am Arbeitsplatz oder – sehr vereinfacht ausgedrückt- für Querelen unter ArbeitskollegInnen. In der dt. Umgangssprache ist dieser Begriff am zutreffendsten mit „Terror am Arbeitsplatz“ zu definieren. Natürlich ist nicht jede spannungsgeladene Situation am Arbeitsplatz gleich gezielter Psychoterror. Mobbing heißt, dass die Attacken regelmäßig über Monate, manchmal über Jahre erfolgen. Ca. 40% aller Mobbing-Fälle gehen auf das Konto von Vorgesetzten, den Rest übernehmen die „lieben Kollegen“.

    Die Folgen
    Die Opfer-Schätzungen gehen von über 1 Million betroffener Arbeitnehmer aus- sind oft physisch und psychisch am Ende. Depressionen, Angstzustände, Selbstzweifel, Schlaflosigkeit, Magen- und Darmstörungen, Herzinfarkt sind häufige Folgen. Der gesamtwirtschaftliche Schaden wird alleine durch die Ausfallzeiten, also ohne die Krankheitskosten, auf über 15 Milliarden Euro veranschlagt.

    Ursachen für Konflikte
    Bei der Analyse der Gründe für Mobbing haben sich Neid und Missgunst als häufigste Motive herausgestellt. Diese können ihre Wurzeln sowohl im privaten Umfeld (z.B. menschliche Antipathien, finanzielle Gründe, Unzufriedenheit mit der eigenen Situation) als auch im beruflichen Bereich haben (z.B. Beförderung, Bezahlung, Bevorzugung).

    Probleme bei der Menschenführung
    Viele Vorgesetzte haben Schwierigkeiten bei der Führung ihrer Mitarbeiter: Man drückt sich aus Angst vor der Verantwortung um Entscheidungen, tut sich schwer eigene Fehler einzugestehen oder wendet autoritäre Führungsstile an. Dies trägt neben den Themen Entgelt, Arbeitsplatzgestaltung und Personalpolitik wesentlich zum Betriebsklima bei. Ein schlechtes Betriebsklima ist ein idealer Nährboden für Mobbing.

    Das Selbstwertgefühl
    Die Erfahrung zeigt, dass nur derjenige manipulierbar ist und damit zum Mobbing-Opfer wird, der selbst nicht allzu viel von sich hält und sich selbst für seine eigenen Fehler verurteilt. Um selbstsicher auftreten zu können muss man sich selbst achten. Unsicherheit und Schüchternheit drücken sich übrigens auch in Körperhaltung, Mimik und Stimme aus.

    Abwehrstrategien
    Verdrängung und Wut sind destruktive Konfliktbewältigungsmechanismen.
    Besser ist es

    • am Aufbau des eigenen Selbstwertgefühls zu arbeiten,
    • Mobber direkt anzusprechen,
    • sich an unabhängige Vertrauenspersonen zu wenden,
    • eine Vermittlung mit Hilfe einer Mediation zu suchen
    • oder gegebenenfalls auch rechtlich gegen die Mobber vorzugehen.

    ver.di Kampagnen