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    Zusammenhalt der Gesellschaft im Mittelpunkt

    Seniorinnen und Senioren

    Zusammenhalt der Gesellschaft im Mittelpunkt

    In Kürze findet die Bundestagswahl statt. Der Ver.di Ortsverein hat dazu zur Diskussion eingeladen und sich geleitet von den Umfragen über die Bedürfnisse des Großteils der Bevölkerung mit den Programmen zur Wahl befasst. Für die Hälfte der Menschen ist demnach die Absicherung im Alter und die Zukunft ihrer Kinder ein entscheidendes Kriterium. Danach folgen die allgemeine eigene Finanzlage, Kriminalität im Wohnumfeld und die Arbeitsplatzsituation. Seniorensprecher der Ver.di Oberpfalz Manfred Haberzeth hat in den Parteiprogrammen nach Antworten gesucht. Er betonte, dass diese Absicht nicht einfach umzusetzen war. Schließlich gibt es von der CDU 73 Seiten Programm plus 35 Seiten CSU, der SPD 116 Seiten, von der Linken 144, den Grünen 248, der FDP 158 und der AfD 76 Seiten zu lesen. Die Bevölkerung hat also genug Informationen zur Verfügung für die Wahlentscheidung. Natürlich haben auch die Gewerkschaften eine Meinung und teilen sie bei Ver.di mit 11 und dem DGB mit 44 Seiten mit.

    Was zählt

    Für die Gewerkschaften sind es im Wesentlichen drei Felder die zählen: Aussagen für eine neue Sicherheit der Arbeit. Dies ist notwendig wegen zunehmend unsicherer Arbeitsplätze und der Umwälzungen durch die laufende Digitalisierung. Dazu geht es um soziale Gerechtigkeit mit den Schwerpunkten eines Kurswechsels in der Rentenpolitik sowie der paritätischen Finanzierung der Krankenversicherung und schlussendlich um einen handlungsfähigen Staat. Diese Vorstellungen können umgesetzt werden ohne gleich den Untergang der Gesellschaft zu befürchten. So ist es möglich Befristungen einzudämmen, Arbeit aufzuwerten und zu schützen sowie mit Aus-, Fort- und Weiterbildung auch die zukünftigen Herausforderungen zu bestehen. Dazu gehört die Absicherung für die Wechselfälle bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und im Alter. Die geschaffenen Löcher müssen wieder gestopft werden. Das ist möglich durch die Parität in der Krankenversicherung und einem Kurswechsel in der Rentenpolitik. Das gilt auch für die Erkenntnis, dass der schlanke Staat den Herausforderungen nur gewachsen ist, wenn er wieder in die Lage versetzt wird durch Steuergerechtigkeit für die notwendigen Investitionen in die Daseinsvorsorge zu sorgen. Es sind noch zwei Wochen Zeit daraufhin die Programme zu untersuchen und eine Entscheidung zu fällen. Weil Parteien wissen, dass sich nur wenige die Mühe machen wird an Gefühle appelliert statt die Sachfragen in den Mittelpunkt zu stellen. Mit Beispielen untermauerte der Referent seine Aussagen.