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    Seniorinnen und Senioren: Bundestagswahl im Blick

    Seniorinnen und Senioren

    Seniorinnen und Senioren: Bundestagswahl im Blick

    ver.di Seniorentagung mit umfangreichen Aktivitäten

    Regensburg. Über 4000 Mitglieder zählen die Ver.di Senioren in der Oberpfalz. Mit diesem starken Rückhalt setzen sie sich nicht nur für die Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge sondern besonders auch für ein akzepables Sozialversicherungssystem für die Wechselfälle des Lebens ein. Das ist nach Auffassung von Manfred Haberzeth, Ver.di Seniorensprecher, deshalb besonders wichtig, weil es in zunehmendem Maße bei Renten, Gesundheit und im Arbeitsleben zu einer gravierenden Schieflage gekommen ist. Diese Inhalte bildeten deshalb bei der jährlichen Tagung der gewählten Vertreter in den Städten und Landkreisen den Schwerpunkt der Informationen.

    Bundestagswahl im Blick ver.di Bundestagswahl im Blick  – ver.di Seniorentagung mit umfangreichen Aktivitäten

     
    Parität in der Krankenversicherung und Rente muss Armut verhindern


    Udo Hartl, Betreuungssekretär für die Senioren, zeigte auf, dass zwischenzeitlich durch Zusatzbeitrag, Zuzahlungen und vollen Beitrag für Betriebsrente, Zusatzversorgung oder Lebensversicherung bereits zwei Drittel der Finanzierung von den Versicherten getragen wird. Gerade noch ein Drittel tragen Arbeitgeber bei. Damit ist zunehmend eine gleiche Krankenversorgung gefährdet, weil immer öfter die Zahlungsfähigkeit der Versicherten die Versorgung bestimmt. Die Rückkehr zur Parität ist deshalb ein Gebot der Stunde.

    Bei Gründung der dynamischen Rentenversicherung wurde das Leistungsniveau bestimmt und danach die Finanzierung ausgerichtet. Heute ist bestimmend die Beitragssatzstabilität. Damit sind sinkende Renten vorprogrammiert. Wer lediglich das Durchschnittseinkommen erzielt braucht 40 Jahre um das Grundsicherungsniveau zu erreichen. In Österreich hingegen genügen dafür schon 26 Jahre. Das Rentenniveau darf deshalb nicht weiter sinken, so die Forderung der Senioren. Dabei verweisen sie darauf, dass dies ein notwendiger Kurswechsel im Sinne der Jüngeren ist. Die Kampagne zur Bundestagswahl wird deshalb fortgesetzt. Im Rahmen der Kampagnen kann auch im Internet die Unterstützung kundgetan werden.

    Sachgrundlose Befristungen verbieten

    Gerd Nothhaft, stellvertretender Ver.di Sprecher Oberpfalz, verwies eine schlimme Entwicklung für Berufsanfänger. Kaum jemand bekommt noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Der Start ins selbständige Leben wird dadurch zum Hürdenlauf. Deshalb gilt es diese gesetzlichen und tariflichen Inhalte dringend aufzulösen. Bei allen tariflichen Entwicklungen ist aber entscheidend ob ein ausreichendes Organisationsverhältnis eine Umsetzung ermöglicht.

    Sorgen bereitet den Ver.di Senioren auch die Entwicklung der Demokratie. Kompromißfähigkeit nimmt rapide ab. Deshalb werden in Zukunft besonders die Initiativen für Demokratiever- ständnis unterstützt.