Nachrichten

    Dank für jahrzehntelanges Engagement

    Ortsverein Schwandorf

    Dank für jahrzehntelanges Engagement

    Der OV-Vorsitzende Willi Busl eröffnete die Veranstaltung am 21.10.2017 und dankte den anwesenden Jubilaren für 70, 65, 60, 50, 40 und 25-jährige Treue zu ihrer Gewerkschaft.

    In seinem Grußwort sprach Willi Busl davon, dass dem jahrzehntelangen Engagement der Jubilare im Betrieb, auf der Straße und in der Gesellschaft zu verdanken sei, dass Gewerkschaftliche Erfolge erzielt wurden.

    Keine Errungenschaften der letzten Jahrzehnte wurden der Gewerkschaftsbewegung geschenkt, alles musste erkämpft werden. Er würdigte das Erreichte der letzten 160 Jahre bis heute und dankte den Jubilaren dafür mit den Worten: „Keine Schuld ist dringender als die, Danke zu sagen!“

    Der zuständige Ver.di Betreuungssekretär Pascal Attenkofer, wies nach einer kurzen Schilderung der aktuellen gewerkschaftlichen Situation und den bevorstehenden Aufgaben, besonders auf die neue politische Situation hin. Er warnte, dass die Belange der Beschäftigten unter der sogenannten „Jamaika-Koalition“ in den nächsten Jahren deutlich vernachlässigt werden.

    Als Festrednerin blickte die ehemalige stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin von Verdi, Irene Salberg, auf die Zeit vor 70 Jahren zurück. Damals hätten sich die Gewerkschafter Folgendes geschworen: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“. Und bereits im Jahr 1948 hätten neun Millionen Arbeitnehmer im ersten Generalstreik gegen Preissteigerungen und gleichzeitigen Lohnstopp gekämpft. Ab Mitte der 1970er Jahre habe sich das soziale Klima gebessert, und die Gewerkschaften hätten einen immensen Zulauf erfahren. Man kämpfte für längeren Urlaub, für ein 13. Monatsgehalt und für eine Verkürzung der Arbeitszeit. Zur aktuellen Arbeitsmarktlage merkte die Referentin an, dass die Deutschen im Vergleich der Nettolöhne in „Alteuropa“ die Letzten seien. Der Unterschied zwischen Arm und Reich sei alarmierend, weshalb Salberg eine andere Steuerpolitik forderte. Geld sei genug da in Deutschland, es sei nur falsch verteilt. Salberg verwies zudem auf aktuelle Probleme in Betrieben und Verwaltungen: Arbeitsverdichtung, Burnout oder Outsourcing. Auch die Angst der Menschen vor Hartz IV sei täglich präsent. Unter Hinweis auf die Flüchtlingsproblematik rief Salberg dazu auf, künftig auch gegen die Aufrüstung zu kämpfen.