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    Seniorinnen und Senioren: Umlagesystem am Sichersten

    Seniorinnen und Senioren

    Seniorinnen und Senioren: Umlagesystem am Sichersten

    DGB Kampagne “Gute Rente geht” - es geht die Jüngeren an

    Eine gut finanzierte gesetzliche Rente ist verlässlicher und sicherer als jede private Vorsorge. Das Umlagesystem bietet die größte Sicherheit. Auf eine solche Basis müssen weitere Säulen aufsetzen. Deshalb gilt es den Abwärtstrend zu stoppen. Dafür haben die Gewerkschaften im DGB die Kampagne zum Kurswechsel in der gesetzlichen Rentenversicherung gestartet. Auf einen Nenner gebracht gilt es den Sinkflug zu stoppen und das gesetzliche Rentenniveau zu stabilisieren. Ein Kurswechsel ist zwingend erforderlich und zwar für die Jungen, so das Fazit von Manfred Haberzeth, Ver.di Seniorensprecher, in der Versammlung des Ver.di Ortsvereins Nabburg am Montag beim „Sauerer“. Ortsvereinsvorsitzender Helmut Butz freute sich über den starken Zuspruch zur Versammlung. Die Gewerkschaften haben es geschafft, dass dieses Thema ganz oben auf der politischen Tagesordnung steht.

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    Renten müssen Löhnen folgen

    In 17 „Reform“-Gesetzen seit 1978 wurde an der Rentenformel aus der Rentenreform von 1957 herumgebastelt. Ziel waren geringe Verbesserungen und überwiegend Einschnitte. Statt dem damals angepeiltem Ziel ein Rentenniveau von 60 % zu erreichen steht heute ein Ergebnis von knapp über 47 %. Betrachtet man nur die Höhe der Renten für Männer in Bayern, die bis 2015 in Rente gegangen sind und ab 2015 dann wird der rasante Abstieg deutlich: von 1078 € auf 1.049 €. Ergebnis dieser Bemühungen ist eine steigende Altersarmut obwohl insgesamt die Gesellschaft reicher geworden ist. Ein Kurswechsel ist möglich und finanzierbar. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen zwar die Beiträge auf ca. 22 % steigen, die Renten aber trotzdem sinken. Wenn dieser Anstieg früher beginnt kann das Absinken gestoppt und Reserven gebildet werden. Genauso wichtig ist aber, dass der Griff in die Rentenkasse zur Haushaltskonsolidierung und Finanzierung gesellschaftlicher Aufgaben beendet wird. Ganz zu schweigen davon, was alles in die Förderung privater Vorsorgesysteme fließt. Konsequentes Umlagesystem macht eine Rentenhöhe wie in Österreich möglich.

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    Übergänge besser absichern

    Durch Krankheit, Erwerbsminderung oder Arbeitslosigkeit wird die Lebensleistung häufig entwertet, weil die Betroffenen es oft nicht bis zur regulären Rente schaffen. Dazu muss Berücksichtigung finden, dass es einen umfangreichen Niedriglohnsektor gibt, Eltern und pflegende Angehörige wichtige gesellschaftliche Leistungen erbringen. Das geht über die abgeschaffte Rente nach Mindestentgeltpunkten, eine bessere Anerkennung von Pflege sowie Aus- und Weiterbildungszeiten und eine Anhebung bei den Erwerbsminderungsrenten. Im Ergebnis kommt es aber für alle Sonderheiten im Rentensystem auf eine Basis an die zum Leben nach langer Berufstätigkeit auch reicht. Neuer Überlegungen bedarf es aufgrund der sich abzeichnenden Folgen aus der 4. industriellen Revolution.