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    Solidarische Gesellschaft verteidigen

    Seniorinnen und Senioren

    Solidarische Gesellschaft verteidigen

    Jahresabschluss 2016 der Seniorinnen und Senioren

     
    ver.di Seniorinnen und Senioren wehren sich gegen Spaltung der Generationen

    Digitalisierung hat auch zum Ergebnis, dass immer weniger Menschen in immer kürzerer Zeit immer mehr produzieren können. Entscheidend ist wie das Ergebnis auf die gesamte Gesellschaft verteilt wird. Dabei ist für den Vorsitzenden Manfred Haberzeth klar, dass die Digitalisierung auch zunehmend den Alltag der Senioren bestimmt. Banken, Versicherungen, öffentlicher Nah- und Fernverkehr und vieles mehr fordert auch die ältere Generation heraus. Dabei gilt es die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens zu erhalten. Die solidarische Gesellschaft muss verteidigt und an vielen Stellen weiter ausgebaut werden. Das geht nicht von selbst. Wer will, dass gute und sichere Arbeit, die Absicherung gegen die Wechselfälle des Lebens oder eine intakte Umwelt auch die nächste Generation begleitet, muss sich aktiv einbringen. Der Rückblick über den Einsatz der Ver.di Senioren in der Region macht deutlich, dass die Mitglieder sich für die gesellschaftliche Entwicklung interessieren und besonders auch die junge Generation im Blick haben. Das zeigt sich bei den Debatten um Flucht und Vertreibung, dem Einsatz für ein solidarisches Gesundheitswesen und der Absicherung im Alter. Reiseberichte von Pilsen und der fränkischen Schweiz gab Alfred Meier und über die Senioren von Post und Telekom deren Vorsitzender Manfred Kuchner.

    Alterssicherung: Reformvorschläge Stückwerk

    Mit den Grundsätzen der gesetzlichen Rentenversicherung beschäftigte sich Regionssekretär und Vorstandsmitglied der Deutschen Rentenversicherung Süd, Peter Hofmann. Anhand von Beispielen für Kinderpflegerin, Krankenpfleger bis hin zur Gebäudereinigung zeigte er auf, was Betroffene nach geltendem Recht im Alter zu erwarten haben. Die seit zwanzig Jahren betriebene Absenkung des Rentenniveaus entlässt die junge Generation massenhaft in die Altersarmut. Sie müssen sich für eine Kehrtwende einsetzen. Die Vorschläge des DGB zielen auf einen Stopp bei der Absenkung des Rentenniveaus, zeigen Wege der Finanzierung auf haben auch die Problematik der Erwerbsminderung im Blick. Dreh- und Angelpunkt für Hofmann ist dabei der Arbeitsmarkt. So arbeiten 38 % der abhängig Beschäftigten in Bayern in atypischen Arbeitsformen. Hier ist eine Trendwende zwingend erforderlich. Die bayerische Verfassung gibt hier auch klare Hinweise.

    Tarifverträge verlässliche Grundlage

    Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner griff die Debatte aus betrieblicher Sicht auf. Tarifverträge sind für Arbeitnehmer unverzichtbar. Sie bringen bessere Einkommensbedingungen, regeln die betriebliche Altersversorgung und bilden die Grundlage für Gute Arbeit. Allerdings ist die Verbreitung rückläufig wie der Sozialbericht Bayern aufzeigt. Dazu beigetragen hat besonders in Kleinbetrieben die Rücknahme der Allgemeinverbindlichkeit und der Ausstieg der Arbeitgeber aus der Tarifbindung. Arbeitnehmer können darauf großen Einfluss nehmen. Dreh- und Angelpunkt dafür ist ein gutes Organisationsverhältnis. Verbesserte Rahmenbedingungen des Gesetzgebers müssen aber auch genützt werden.

    Senioren 9/10

    Manfred Kuchner berichtete von den Monatsversammlungen der Bereiche Post, Telekom und Speditionen. Neben interessanten Fachvorträgen zur Tarif- und Sozialpolitik stellte er besonders den Besuch den ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg heraus.

    Informationsreisen

    Von den Informationsreisen berichtete für den Senioren "Reisekader" Alfred Meier. So war im Frühjahr Pilsen mit dem Kloster Kladruby die erste Anlaufstation. Das Kloster prägte mehr als 650 Jahre wesentlich des Nachbarstaates mit. Heute ist es nationales Kulturdenkmal. Im Herbst führte die Reise in die fränkische Schweiz. Ziel waren das Schloss Greifenstein und die Burg Rabenstein.