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    Besser abschneiden

    Besondere Dienstleistungen

    Friseurhandwerk: ver.di startet bundesweite Tarifkampagne „Besser abschneiden“ für gute Ausbildungsbedingungen und einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag

    Niedrigste Ausbildungsvergütungen, viele ausbildungsfremde Aufgaben und Überstunden - Jugendliche, die sich zur Friseurin oder zum Friseur ausbilden lassen, erleben oftmals einen frustrierenden Berufseinstieg. So liegt die durchschnittliche Ausbildungsvergütung im Friseurhandwerk laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 2015 im Osten bei gerade einmal 269 Euro, im Westen bei 494 Euro monatlich und damit deutlich unter dem bundesweiten Gesamtdurchschnitt der tariflichen Ausbildungsvergütungen von 826 Euro. Kein Wunder, dass im Jahr 2014 rund 6.500 Ausbildungsverträge wieder gelöst wurden.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) startet deswegen die bundesweite Tarifkampagne „Besser abschneiden“. Ziel ist ein bundesweit allgemeinverbindlicher Tarifvertrag mit höheren Vergütungen und Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen für die rund 23.000, zumeist weiblichen Auszubildenden.

    „Vergütungen von 1,68 Euro in der Stunde sind ein Skandal. Ein Geschäftsmodell, das darauf basiert, dass Auszubildende überwiegend von Sozialleis-tungen leben müssen, ist für die Betroffenen und für alle Steuerzahler nicht hinnehmbar. Der anspruchsvolle und körperlich anstrengende Ausbildungsberuf zum Friseur muss dringend in Qualität und Bezahlung aufgewertet werden. Dafür werden wir gemeinsam mit vielen Auszubildenden in zahlreichen kreativen Aktionen kämpfen“, sagte ver.di-Sekretär Marvin Reschinsky.

    Weitere Informationen zur Kampagne: www.besser-abschneiden.info und www.facebook.de/besserabschneiden

     

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