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    Senioren radeln für die Rente

    Seniorinnen und Senioren

    Senioren radeln für die Rente

    Der Rastplatz, den Manfred Haberzeth, Sprecher der oberpfälzer ver.di Seniorinnen und Senioren, jedes Jahr für seine Radler sucht, muss folgende Bedingung erfüllen. Der Bürgermeister der Gemeinde muss Gewerkschafter sein. Und diesmal fiel die Entscheidung auf den Mark Kirchenthumbach. Im Gastraum der Heberbräu stellte Erster Bürgermeister Jürgen Kürzinger den Markt Kirchenthumbach mit seinen 3.260 Einwohnern in allen seinen bunten Facetten dar. Jeder vierte Einwohner ist älter als 60 Jahre und diese Zahl gewinnt an Kraft. Die ältere Generation ist ein Pfund für die einheimische Wirtschaft.

    Der Vortrag von Manfred Haberzeth, nicht minder sprachgewaltig, war mit tieferen Tönen gefüllt. Das Motto der diesjährigen Fahrradtour gilt der jungen Generation, deren Chancen im Alter gut versorgt zu sein rapide schwinden. Die gesetzliche Rente der heute Alten ist sicher und die Kasse gut gefüllt. Doch für die Rentner von morgen, den 50jährigen und jüngeren, sieht es rabenschwarz aus. Das Rentenniveau stürzt auf unglaublich niedrige 41,7 Prozent. Noch können wir massenhafte Altersarmut verhindern. Die Österreicher zeigen uns, wie das geht. Das Rentenniveau ist dort klar definiert: 60 % vom letzten Netto, und zwar auch morgen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter gekommen sind.

    Die Rente muss für ein gutes Leben reichen, dafür kämpfen wir. www.rente-muss-reichen.de