Nachrichten

    Warnstreiks in der Geld- und Wertbranche: Engpässe bei Geldautomaten …

    Besondere Dienstleistungen

    Warnstreiks in der Geld- und Wertbranche: Engpässe bei Geldautomaten möglich

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche in mehreren Bundesländern, so auch in Bayern, am Freitag, 13. Januar 2017 zu einem ganztägigen Warnstreik auf, „um Schwung in die stockenden Tarifverhandlungen zu bringen“, erklärte der für Bayern verantwortliche Streikleiter Florian Pollok. Die ungleiche Bezahlung in den Bundesländern sei durch nichts gerechtfertigt. „Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit“, betonte Pollok. Durch die Warnstreiks könne es zu Engpässen bei Geldautomaten kommen, so Pollok.

    ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde eine Erhöhung der Löhne um 1,50 Euro in der Stunde und eine Angleichung der Entgelte in den unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Bislang klaffen die Löhne derzeit regional bis zu 40 Prozent auseinander. „Die derzeitigen Löhne bedeuten für viele Kolleginnen und Kollegen die Garantie auf Altersarmut“, kritisierte Pollok.

    In Bayern kommen die Streikenden am Freitag zu einer zentralen Kundgebung auf dem Münchner Marienplatz zusammen. Bis gegen 11.00 Uhr werden etwa 500 Streikende von den Geld- und Werttransportunternehmen aus ganz Bayern im Gewerkschaftshaus erwartet. In einem Demozug geht’s von dort zum Kundgebungsort auf den Marienplatz. „Wir wollen unseren Forderungen den nötigen Nachdruck verleihen und den Arbeitgebern ein wenig Entscheidungshilfe leisten“, so Serhat Girgin, Beschäftigter von Prosegur in München und Mitglied der ver.di-Verhandlungskommission.

    Auf der Kundgebung am Marienplatz (gegen 12.00 Uhr) werden sprechen:

    • Serhat Girgin, Beschäftigter Prosegur Mitglied ver.di Verhandlungskommission
    • Marcus Thiele, Beschäftigter Ziemann Mitglied ver.di Tarifkommission
    • Kai Winkler, ver.di Landesfachbereichsleiter Bayern
    • Simone Burger, DGB-Regionsvorsitzende München
    • Nicole Gohlke, MdB (DIE LINKE)

    Die Verhandlungen werden am Montag, 16. Januar 2017, in Hanno-ver fortgesetzt.
    Weitere Informationen: www.aber-sicher.org