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    Tarifrunde der Länder 2017

    Öffentlicher Dienst

    Tarifrunde ÖD der Länder 2017: Protestaktion am Uniklinikum Regensburg

    Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2017

     
    Ca. 280 Beschäftigte des Uniklinikums Regensburg und der Universität Regensburg fordern bei einer Kundgebung 6% mehr Gehalt. Die Arbeitgeber hatten in der ersten  Tarifverhandlung am 18.1.2017 kein Angebot vorgelegt.

    In der Tarifrunde Länder fordert die Gewerkschaft ver.di insgesamt 6% mehr Gehalt. Die Tarifforderung enthält eine nicht näher bezifferte soziale Komponente.

    Seit Anfang dieses Jahres laufen die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgebern der Bundesländer. Die Universitätskliniken in Bayern sind Dienststellen des Freistaats Bayern und unterliegen daher dem Tarifvertrag der Länder.

    Die Beschäftigten brachten ihren Unmut zum Ausdruck, da die Arbeitgeber anscheinend auf Zeit setzen, statt zügig zu verhandeln und ein Angebot vorzulegen.

    Neben der Lohnforderung geht es der Gewerkschaft um die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverhältnissen im Bereich der Länderdienststellen.

    Für  Auszubildende fordert die Gewerkschaft 90 €, 30 Tage Urlaub und eine Übernahmeregelung  nach der Ausbildung.

    Auf Unverständnis stößt bei den Beschäftigten am Uniklinikum, dass  Beschäftigte an kommunalen Krankenhäusern aktuell ca. 1,6% brutto mehr verdienen.
    „Es kann nicht sein, dass die Beschäftigten an den Unikliniken, die die höchste medizinische Versorgungsstufe bieten, schlechter bezahlt werden als Beschäftigte in anderen Krankenhäusern“, so Reinhard Steiner, Personalrat und aktiver Gewerkschaftsvertreter am Uniklinikum.

    Die Gewerkschaft ver.di hatte landesweit zu Protestaktionen und Warnstreiks aufgerufen. Die Beschäftigten sind wütend, dass die Arbeitgeber trotz zusätzlicher Steuereinnahmen in 2016 von 4,8% und optimistischer Prognosen für die nächsten Jahre, kein Angebot vorgelegt haben.

    Mit Trillerpfeifen machten die Beschäftigten am Uniklinikum ihrem Unmut Luft. Steigende Arbeitsbelastung und Personalmangel sind weitere Probleme, die von den Kundgebungsrednern kritisiert wurden, aber die Politik ist nicht bereit eine gesetzliche Personalbemessung für Beschäftigte im Krankenhaus zu beschließen.
     
    Am 30. und 31. Januar findet die zweite Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft ver.di und Arbeitgeber statt. Die Erwartungshaltung war deutlich: Es muss ein  akzeptables Angebot vorgelegt werden.

    „Eine hochqualifizierte Tätigkeit mit  großer Verantwortung, wie sie in den Krankenhäusern von allen Beschäftigten geleistet wird, muss auch entsprechend vergütet werden“, so Klaus Heyert, zuständig bei der Gewerkschaft ver.di für das Gesundheitswesen, „die Situation für Lohnerhöhungen ist günstig, da die  Steuereinnahmen deutlich über den Erwartungen liegen.“

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