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    Energiewende kontra Wasserkraft?

    Seniorinnen und Senioren

    Energiewende kontra Wasserkraft?

    Energiewende kontra Wasserkraft? ver.di Energiewende kontra Wasserkraft?  – M. Haberzeth, Seniorensprecher Ver.di OPF und Helmut Butz OV Vorsitzender NAB

     
    Lohndumping mit verantwortlich für niedrige Renten. Veranstaltung der Seniorinnen und Senioren am 27.06.2016 in Atzenhof

    Eigentlich hätte die Energiewende der Wasserkraft Auftrieb geben müssen. Aber weit gefehlt. Das bisherige Modell Spitzenverbrauch durch Wasserkraft abzudecken fiel dem Ausbau der Photovoltaik zum Opfer. Darüber hinaus wurde über die Privatisierung der Energieversorgung auch die Verbindung zu den bisherigen Mutterbetrieben gekappt. Jetzt gilt es ein neues Aufgabenfeld zu besetzen. Dieses zeichnet sich mit der Ausrichtung als Regelkraftwerk für das Pumpspeicherwerk Reisach deutlich ab. Zur Information über die Veränderungen trafen sich die Vertreter der 4000 Ver.di Senioren der Oberpfalz in Atzenhof mit dem Betriebsrat und Ver.di Tarifkommissionsmitglied Stefan Herzog.

    Energiewende kontra Wasserkraft? ver.di Energiewende kontra Wasserkraft?  – Stefan Herzog

    Herzog zeigte die wechselvolle Geschichte vom Baubeginn 1951 bis zur endgültigen Fertigstellung 1961 und damit verbunden die Aufgabenstellung auf. Die Kombination von Pumpspeicher- und Laufwasserkraftwerk ermöglicht eine Leistung von 140 MW. Heute erfolgt der Einsatz zum Ausgleich von Netzschwankungen. In der Diskussion wurde Unverständnis darüber deutlich, dass Wasserkraft eher ein Schattendasein führt. Auch die Folgen der Veränderungen für die Beschäftigten sorgten für Unruhe. Beim neuerlichen Betriebsübergang droht ein tarifloser Zustand. Den gilt es zu verhindern, so die einhellige Auffassung.

    Rentenniveau ein Dauerbrenner
    Mit den Beschlüssen der Gewerkschaften auf ihren Kongressen wurde endlich die Debatte um das Rentenniveau auch politisch eröffnet, so Seniorensprecher Manfred Haberzeth zu einem weiteren Thema der Veranstaltung. Die Sicherung des erreichten Lebensstandards rückt für immer mehr Menschen in immer weitere Ferne. Deshalb muss der Druck für eine Umkehr der Kürzungspolitik erhöht werden. Die Bundestagswahlen 2017 sind dazu der geeignete Zeitpunkt. Ver.di setzt die Kampagne gegen Altersarmut deshalb mit einer weiteren Veranstaltung in Altenstadt/WN am 15. Juli fort. Hier stellt sich MdB Uli Grötsch der Diskussion. Eine wesentliche Grundlage bilden die Arbeits- und Einkommensbedingungen. Hier sind aber auch die Arbeitnehmer aufgefordert sich für eine gerechte Verteilung der Arbeitsergebnisse einzusetzen. Lohndumping ist eine wesentliche Auswirkung und Grundlage eines niedrigen Rentenniveaus, so Haberzeth.

    ver.di vor Ort
    Der Ortsverein Nabburg von Ver.di ist zuständig für die Mitglieder in 12 Orten der Region berichtet der örtliche Vorsitzende Helmut Butz aus Pfreimd. Hier werden derzeit 686 Mitglieder betreut. Besonders das gemeinsame Engagement im Bündnis gegen Rechts hob Butz hervor. 2008 gegründet wird Wert darauf gelegt für die Würde aller Menschen zu kämpfen. Was Kriege und Rassismus bedeuten kann der eigenen Geschichte entnommen werden, so Butz.