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    Wahlen, Wahlen, Wahlen

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    Wahlen, Wahlen, Wahlen

    Die ver.di Fachgruppe Stationierungsstreitkräfte und der ver.di Ortsverein West luden zum Jahresabschluss in Grafenwöhr ein. Fachgruppenvorsitzender Wolfgang Dagner nutzte die Gelegenheit, um für eine hohe Wahlbeteiligung bei den anstehenden Betriebsvertretungswahlen zu werben: "Erinnert eure Kolleginnen und Kollegen, von ihrem Wahlrecht im Betrieb Gebrauch zu machen, damit die gewählten Gremien auf ein starkes Mandat bauen können!" Nach weiteren betrieblichen Umstrukturierungen bei den US-Truppenübungsplätzen gibt es dieses Jahr wieder komplett neu zusammengesetzte Gremien, was mit einer enormen Herausforderung für die Wahlvorstände, die Aufstellung von ver.di-Listen und der Einarbeitung dieser neuen Gremien einhergehe. Dagner dankte allen, die sich für die Wahlen einsetzten und hofft auf ein gutes Abschneiden für ver.di, da die Vergangenheit gezeigt hatte, wie wichtig eine gewerkschaftliche Anbindung der betrieblichen Funktionäre sei. Auch auf tarifpolitischer Ebene zeige sich immer wieder, wie wichtig die Aktivitäten der Oberpfälzer Ehrenamtlichen seien. So hatten diese in der letzten Tarifrunde 2017 entscheidend dazu beigetragen, erstmals eine soziale Komponente zu erreichen, von der die unteren Einkommensgruppen überproportional profitieren.

    Mitgliederversammlung in Grafenwöhr ver.di Mitgliederversammlung in Grafenwöhr
    Mitgliederversammlung in Grafenwöhr ver.di Mitgliederversammlung in Grafenwöhr  – Herbert Marx
    Mitgliederversammlung in Grafenwöhr ver.di Mitgliederversammlung in Grafenwöhr  – Thomas Beitz

    Der Vorsitzende des ver.di Ortsvereins, Thomas Beitz, gab einen Überblick über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres, bei der die Themen Pflege und Rente im Mittelpunkt gestanden waren. "Ein so reiches Land muss sich doch anständige Renten leisten können", betonte Thomas Beitz mit Hinblick auf die Berichte über Altersarmut und die weiteren Rentenentwicklungen. Er dankte den Ehrenamtlichen, die sich für die überbetriebliche Arbeit im Ortsverein Zeit nähmen und forderte alle Interessierten auf, sich bei den anstehenden Organisationswahlen innerhalb ver.dis auch für diese Gremien zur Wahl zu stellen. So könnte auch politisch bei den anstehenden Landtagswahlen die Stimme der Gewerkschaften hörbar werden.

    Daran knüpfte auch der Vorsitzende des Fachbereichs Bund und Länder, Ludwig Brunner, an und warb dafür, sich betrieblich, überbetrieblich und zusammen mit den anderen DGB-Gewerkschaften für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen einzusetzen. "Es freut mich außerordentlich, dass heute so viele Mitglieder gekommen sind und zeigt mir, dass wir auf einem guten Weg sind," unterstrich er in seinem Grußwort.

    Dem stimmte auch der Vorsitzende der Fachgruppe Bundeswehr, Herbert Marx zu. Noch immer seien Gewerkschaften der Garant für bessere Löhne, mehr Urlaub und gute Arbeitsbedingungen, doch es müssten noch weitaus mehr Kolleginnen und Kollegen dies begreifen. In der anstehenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst (Bund und Kommunen), für die am 8. Februar die bundesweite Forderung aufgestellt wird, hofft er auf eine gute Streikbeteiligung und neuen Zuwachs. Der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst und die rigide Sparpolitik der letzten Jahre hätte manche Dienststellen an ihre Grenzen gebracht und es auch schwierig gemacht, eine positive Mitgliederentwicklung fortzusetzen.

    Dies bestätigte auch Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner, die ihre Besorgnis zum Ausdruck brachte, dass der öffentliche Dienst nicht genügende für den demographischen Wandel vorbereitet sei. "Dies bekommen dann die verbliebenen Beschäftigten zu spüren, die mit weniger Personal oft die gleichen Aufgaben zu schultern haben." Daher sah auch sie im kommenden Jahr genug gewerkschaftliche Herausforderungen, die anzugehen es sich lohne. "Ob Betriebsratswahlen, ver.di-Organisationswahlen oder Landtagswahlen - wir können unsere Interessen auf vielen Ebenen zum Thema machen!"