Nachrichten

    Seniorinnen und Senioren: Ortsnähe wichtig

    Seniorinnen und Senioren

    Seniorinnen und Senioren: Ortsnähe wichtig

    AOK Beiratsmitglieder diskutieren mit Matthias Jena

    Die anstehenden Sozialwahlen werfen verstärkt einen Blick auf die Selbstverwaltung der Sozialversicherungsträger. Dabei gestalten die Mitglieder in den Beiräten und den Verwaltungsräten der gesetzlichen Krankenversicherung wesentliche Rahmenbedingungen mit. Deshalb nützte Gabi Hübner zusammen mit der Versichertenbank der AOK Direktion Weiden die Gelegenheit um mit dem Verwaltungsratsvorsitzenden Mattias Jena wichtige Grundlagen der Interessenvertretung zu diskutieren.

    Ortsnähe wichtig ver.di Ortsnähe wichtig  – AOK Beiratsmitglieder diskutieren mit Matthias Jena

     
    Gesetzgeber bestimmt Rahmen

    Die Grundlagen der einzelnen Sozialversicherungszweige werden politisch entschieden. In diesem Rahmen setzen sich die Selbstverwalter für wesentliche Entwicklungen ein. Dabei fällt ins Auge, dass auch die Krankenversicherungen vom Zentralisierungs- geist befallen sind. Größere Direktionen, Zusammenfassung von Leistungsbereichen bergen jedoch auch die Gefahr in sich, dass die wohnortnahe Betreuung auf der Strecke bleibt. Der Einsatz für den Ausbau der AOK Geschäftsstelle in Weiden zeigt einen wesentlichen Einflussbereich der Selbstverwaltung. Manfred Haberzeth, Ver.di Seniorensprecher und Selbstverwalter seit den 80iger Jahren, betonte im Gespräch mit Jena wie wichtig, gerade in der Fläche, die Ortsnähe ist. Zusammen mit den Versichertenberatern bietet die Selbstverwaltung flächendeckend Unterstützungsmöglichkeiten beim Eingliederungsmanagement oder Rehamaßnahmen. Einen wichtigen Bereich decken auch die Widerspruchsausschüsse ab. Dazu werden Selbsthilfegruppen finanziell unterstützt. Die Forderung nach einer Gesundheitsapp mit Auswirkungen auf den Kassenbeitrag lehnen die Beiratsmitglieder ab. Gesund leben kann man auch ohne App, so die Mitglieder.

    Rückkehr zur Paritätische Finanzierung

    An den Gesetzgeber richtet sich die Forderung endlich wieder zur paritätischen Finanzierung zurückzukehren. Rechnet man alle Zuzahlungen und den Zusatzbeitrag zusammen, dann so Matthias Jena, erkennt man eine gewaltige Schieflage. Knapp 2/3 tragen zwischenzeitlich die Versicherten. Der neueste Bericht zu den Kosten für Arzneimittel unterstützt diese einseitige Entwicklung.