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    Gruselige Jobaussichten in der Wissenschaft?

    Bildung, Wissenschaft und Forschung

    Gruselige Jobaussichten in der Wissenschaft?

    Die gewerkschaftliche Mittelbau-Initiative "fairspektive mit ver.di" informiert vom 24.10. - 31.10.
    Promovierende über das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, das die befristete Beschäftigung von wissenschaftlichem und künstlerischem Personal der staatlichen Hochschulen regelt.

    Nach diesem Gesetz kann wissenschaftliches Personal ohne abgeschlossene Promotion bis zu 6 Jahre befristet beschäftigt werden. Nach der Promotion kann zur Förderung der Qualifikation erneut eine befristete Beschäftigung bis zu 6 Jahre erfolgen (medizinischer Bereich: 9 Jahre). Eine Evaluation des Gesetzes 2011 ergab, dass der Anteil von Befristungen ein Maß erreichte, das weder gewollt war noch vertretbar erschien. Daher wurde das Gesetz im März 2016 geändert - wenngleich die Änderungen aus Sicht von ver.di hinter den Forderungen zurückblieben.

    Klargestellt wurde jedoch, dass eine sachgrundlose Befristung nach WissZeitVG nur zulässig ist, wenn die befristete Beschäftigung zur Förderung der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung erfolgt - Daueraufgaben ohne Qualifizierungsaspekt gehören nicht dazu! Außerdem wurde konkretisiert, dass eine studienbegleitende Beschäftigung während eines Bachelor- oder Masterstudiums nicht angerechnet wird.

    Die "fairspektive mit ver.di" lädt Interessierte zum offenen Treffen ein. Nächste Termine: 2. November und 7. Dezember jeweils um 16 Uhr bei der Primo Espresso Kaffeebar (Physik UR).