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    "Hire and Fire" in Grafenwöhr

    "Hire and Fire" in Grafenwöhr

    Am 26. August wurden die rund 30 Beschäftigten des zum US-amerikanischen Truppenübungsplatz gehörigen European Activity Set (EAS) in Grafenwöhr für ihr Engagement geehrt – und im Anschluss darüber informiert, dass ihre Arbeitsverträge zum 30. September enden. Die Gewerkschaft ver.di in der Oberpfalz kritisiert, dass die betroffenen Beschäftigten von einer langjährigen Beschäftigungsmöglichkeit ausgingen und nun im Regen stehen.

    „Noch dieses Jahr wurden die Arbeitsverträge verlängert, und bis in den Juni hinein weitere neue Beschäftigte eingestellt – das abrupte Ende kommt völlig überraschend. Dieser Umgang mit den Beschäftigten ist unverantwortlich. Was wir hier sehen, ist ein klassisches Beispiel von ´Hire and Fire´,“ kritisiert Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner.

    Für besonders fragwürdig hält ver.di die Praxis, dass den Arbeitnehmern zuvor eine langjährige Beschäftigung in Aussicht gestellt worden war. „Bei den Betroffenen wurde die Hoffnung auf eine lange Beschäftigung geschürt. Viele haben andere Jobs ausgeschlagen - jetzt stehen sie von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts“, beanstandet Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner.

    Das Projekt European Activitiy Set diente der Aufrüstung militärischer Gerätschaften für NATO-Übungen. Es wird nun nach Mannheim und weitere rheinlandpfälzische Standorte verlegt.