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    Gute Arbeit und sichere Renten bilden eine Einheit

    Gewerkschaft

    Gute Arbeit und sichere Renten bilden eine Einheit

    Zur traditionellen Aschermittwochsversammlung trafen sich die Mitglieder des ver.di Ortsvereins Tirschenreuth um aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen zu beleuchten. Dazu konnte als Referent der DGB Regionssekretär Peter Hofmann gewonnen werden. Er verwies eingangs auf den christlichen Ursprung: Aus Staub bist du Mensch zu Staub wirst Du wieder werden. Entscheidend ist aber was in der Zwischenzeit geschieht. Hier eröffnet die Demokratie mit ihren Regeln alle Möglichkeiten für die Menschen. Nach dem GG und der BayVerf. können sie sich zusammenschließen und all das was ein Einzelner nicht erreicht kann gemeinsam verwirklichen. Nur so war es in der Vergangenheit möglich die Lage der abhängig Beschäftigten, derjenigen die nicht arbeiten können – Kinder, Kranke, Arbeitslose und Rentner- entscheidend zu verbessern. Diese Möglichkeiten müssen auch heute ausgeschöpft werden. Die Schere zwischen reich und arm geht immer weiter auseinander und die Armut frist sich immer mehr in die Gesellschaft. Die Verteilungsfrage muss wieder auf die Tagesordnung, so Hoffmann.

    Gute Arbeit und sichere Renten bilden eine Einheit ver.di Gute Arbeit und sichere Renten bilden eine Einheit  – Politischer Aschermittwoch am 01.03.2017

    Zur Mitgestaltung müssen auch mehr Menschen das Tarifvertragsrecht anwenden. Bereits mehr als jeder Dritte wird nicht mehr von Tarifverträgen erfasst. Es fehlt offenbar der Mut zusammen mit den Möglichkeiten der Betriebsverfassung entscheidend Verbesserungen durchzusetzen. Die Tarifrunden zeigen, dass sich der Einsatz lohnt. Auch der Vergleich zwischen Tarifansprüchen und Einzelabmachungen zeigt einen gewaltigen Lohnunterschied. Diese Lohngrundlage ist auch in den Wechselfällen des Lebens entscheidend. Krankengeld, Arbeitslosengeld und Rente bauen darauf auf. Deshalb gilt es den Niedriglohnsektor wieder einzugrenzen und für gute Arbeit zu kämpfen. Nur so kann es auch gelingen die neuen Herausforderungen zu bestehen. Es besteht die Gefahr, dass die Digitalisierung nicht nur die Arbeit verändert sondern auch in der Folge die Finanzgrundlagen zerstört.

    Für gesetzliche Personalbemessung in Krankenhäusern
    Einen Aufruf startete die stellv. ver.di Bezirksgeschäftsführerin Manuela Dietz für die Krankenhäuser. Dringend gilt es wieder eine gesetzliche Personalbemessung wieder einzuführen. Nur so kann der Anspruch von Patienten auf umfassende Versorgung auch erfüllt werden. Vorsitzender Fritz Rüth dankte allen Teilnehmern für den gewerkschaftlichen Einsatz bei den vielen außer- und innerbetrieblichen Auseinandersetzungen. Sein Dank galt zudem der beständigen Unterstützung durch die Ver.di Senioren der Region.