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    Ungleichheit zentrales Problem

    Seniorinnen und Senioren

    Ungleichheit zentrales Problem

    ver.di Seniorentagung nimmt Steuerpolitik unter die Lupe

    Regensburg. Zunehmende Ungleichheit prägt die Gesellschaft. Sichtbar wird dies in der Verteilungsfrage. Reichtum ohne Arbeit wird geschont und Arbeit muss in zunehmendem Maße die entstehenden Lücken schließen. Deshalb war das Fazit bei der Seniorentagung der Seniorenvertreter der Oberpfalz, es muss dringend umgesteuert werden.  Diese Kernaussage begleitete die Aussagen des Referenten Michael Wendl, diplomierter Sozialwissenschaftler und und Lehrbeauftragter für Sozialpolitik an der Katholischen Stiftungshochschule München, zu den drei Eckpunkten in der Steuerpolitik Einkommens-, Erbschafts- und Unternehmenssteuern. Während nach dem Krieg bis 1975 auf vielen Feldern wesentlich höhere Steuersätze galten, kam es seit dem zu erheblichen Entlastungen bei den Kapitalertragssteuern.  Dazu wurden erhebliche Entlastungen auf allen Feldern der Unternehmenssteuern umgesetzt. Nicht genug damit weltweite bekannte Schlupflöcher zur Gewinnsteuerverkürzung und auch Oasen innerhalb der EU beeinflussen zunehmend die Einkommensbedingungen der Staaten und ihrer Bevölkerung. Gemeinsames  Handeln der Staaten sieht Wendl als Grundlage für eine Wende zu einer gerechten Verteilung der Lasten. Der Steuerwettbewerb zwischen den Ländern muss beendet werden. Mit umfangreichen Statistikmaterial konnten die Aussagen untermauert werden.

    In der Diskussion unter Leitung des Vorsitzenden Manfred Haberzeth wurden vor allen Dingen die Auswirkungen auf die Finanzierungsgrundlagen der Sozial-, Investitions- und Bildungspolitik thematisiert. Weitere Themen waren die zunehmende Altersarmut in der Oberpfalz und die Sozialwahlen 2017 sowie ein Bericht zur Perspektive 2016 durch den Betreuungssekretär Udo Hartl.