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    ver.di weitet Warnstreiks in Amberg aus

    Öffentlicher Dienst

    ver.di weitet Warnstreiks in Amberg aus

    Tarif- und Besoldungsrunde 2016 mit Bund und VKA

    Rund 100 Streikende aus der Stadt Sulzbach-Rosenberg, der Stadt Amberg, dem Zweckverbandsklärwerk Theuern und dem Bundeswehr Dienstleistungszentrum Amberg waren dem heutigen Warnstreikauf der Gewerkschaft ver.di zur zentralen Streikkundgebung um 9.00 Uhr vor der Spitalkirche in Amberg, dem anschließenden Demozug und der Abschlusskundgebung vor dem Stadttheater gefolgt. Unter großem Applaus begrüßte die Streikleiterin Kathrin Birner (Gewerkschaftssekretärin ver.di Bezirk Oberpfalz) ihre Kolleginnen und Kollegen aus den einzelnen Dienststellen und Betrieben. Dabei machte sie deutlich, dass ver.di alle Beschäftigten des Bundes und der Kommunen aufruft, sich gegen die Mogelpackung des Arbeitgeberangebots aufzulehnen und sich an den Warnstreiks zu beteiligen.

    Neben den Grußworten von Georg Luber (Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Oberpfalz), welcher auf die laufenden Tarifverhandlungen im Einzelhandel u. a. bei Real einging, und Horst Ott (IG Metall Amberg), welcher die derzeitige Tarifrunde erläuterte und sich bei den Beschäftigten im öffentlichen Dienst für ihre gute Arbeit, tagtäglich im Dienste der Bürgerinnen und Bürger bedankte, hob Stefan Dietl (stellv. Bezirksvorsitzender von ver.di Oberpfalz) hervor, dass in diesem Land genügend Geld vorhanden sei, „doch leider tragen es die Reichen lieber nach Panama, als sich an den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben zu beteiligen“  so Dietl.

    Angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen machte Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) klar, dass die Forderung von 6 % mehr Gehalt für die Beschäftigten sowie 100 € mehr für Auszubildende keinesfalls überzogen seien. „Im Gegenteil, der öffentliche Dienst muss im Fachkräftewettbewerb bestehen. Deshalb fordern wir gutes Geld, für gute Arbeit. Außerdem brauchen wir dringend klare Beschäftigungsperspektiven für Auszubildende und fordern deshalb Übernahmeregelungen nach der Ausbildung. Außerdem muss endlich Schluss sein, mit der unsäglichen Praxis der befristeten Arbeitsverhältnisse im öffentlichen Dienst. Wir fordern die Abschaffung sachgrundloser Befristungen!“ so Gröbner unter großem Applaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    In der aktiven Mittagspause vor dem Klinikum St. Marien in Amberg versammelten sich darüber hinaus rd. 160 Beschäftige im Rahmen einer aktiven Mittagspause und machten ihrem Unmut Luft. Klaus Heyert (Gewerkschaftssekretär ver.di Bezirk Oberpfalz) betonte dabei: „Die Stimmung bei den Beschäftigten ist sehr aufgeheizt. Sie sind empört über das Arbeitgeberangebot und deshalb beteiligen sich auch die Beschäftigten der Krankenhäuser an den Warnstreiks in der Oberpfalz deutlich stärker als zunächst geplant!“

    Am Donnerstag, den 21. April 2016 werden die Warnstreiks von ver.di Oberpfalz in Weiden fortgesetzt.