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    Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg ver.di Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Arbeitnehmer dürfen sich nicht ausspielen lassen, unabhängig ob jung und alt, Frauen oder Männer, Deutsche oder Ausländer, war der Tenor der Festrede des stellvertretenen Verdi-Landesbezirksvorsitzenden Norbert Flach bei der Jubilarehrung des verdi-Ortsvereins. Dies gelte für die Asyl- wie auch für die Rentenpolitik. Neben dem Referenten, den Jubilaren hieß der Vorsitzende Manfred Weiß verschiedene Gäste willkommen, so den stellvertretenden verdi-Bezirksvorsitzenden Stefan Dietl und den Gewerkschaftssekretär Pascal Attenkofer der den Ortsverein betreut.

    Die beherrschenden Themen dieser Tage, wie Flucht, Flüchtlinge und Freihandel werden von rechten Demagogen gerne genutzt, um ihre fremden- und ausländerfeindliche Hetze und antigewerkschaftliche Positionen unter die Bevölkerung zu bringen, konstatierte der stellvertretende Landesbezirksvorsitzende Norbert Flach aus München. Dabei sind die Gewerkschaften keine Zuschauer, sondern bringen sich aktiv ein. Dazu gehöre, über die Fluchtursachen zu informieren. Solange Industriestaaten aus der sogenannten 3. Welt billig Rohstoffe beziehen und teure Exporte dorthin liefern, werde die Not der Menschen immer höher, was ein Grund für einen Anstieg der Flüchtlinge sei. Freihandelsabkommen wie TTIP oder CETA würden diese Situation noch verschärfen.  Kriege, die mit Waffen aus den Industrieländern geführt werden und verantwortlich für den Tod vieler Menschen sind, seien ein weiterer entscheidender Grund. Deshalb sind Rüstungsexporte, insbesondere in Krisengebiet abzulehnen. "Niemand verlässt gerne seine Heimat", betonte Flach. Nicht deutsche und ausländische Arbeitnehmer sind Gegner, sondern Konzerne, die sich auf Kosten aller Beschäftigten bereichern, unabhängig von der Nationalität.

    Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg ver.di Jubilarehrung 2016 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg  – von links Norbert Flach, Hans Andörfer, Manfred Weiss , Pascal Attenkofer

    Die Arbeitnehmer dürfen sich nicht gegeneinander ausspielen lassen, was auch für die Diskussion um die Rente gelte. Hier praktizieren dies Wirtschaftsverbände und neoliberale Politiker bei jung und alt. Tatsache ist, dass zur gleichen Zeit, wenn Unternehmer und Manager sich Millionen und Milliarden in die Tasche stecken, Menschen, die ein Leben lang gearbeitet und Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt haben, die Rente gekürzt werden soll. Derzeitige Vorschläge laufen hinaus, das Rentenniveau auf 43 Prozent des letzten Nettolohnes zu senken. Und was sagen, die sogenannten Wirtschaftsweisen dazu? Nach deren zynischen Motto solle die Arbeitszeit auf 71 Jahre erhöht werden. Dagegen werde sich verdi, der DGB und die anderen Mitgliedsgewerkschaften wehren und dies auch im Bundeswahlkampf zu einem zentralen Thema machen, versprach der Festredner. Um die wirtschaftlichen Probleme in den Griff zu bekommen, sollte auch wie in achtziger Jahren wieder über eine Kürzung der Arbeitszeit und über eine Einschränkung der Überstunden geredet werden. Denn es ist in jedem Fall besser, wenn viele Menschen weniger arbeiten, als wenn einige viel arbeiten und andere arbeitslos sind.

    Nur Dank der Jubliare, die seit vielen Jahren und Jahrzehnten der Gewerkschaft die Treue gehalten haben, konnten gewerkschaftliche Erfolge wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle, den Mindestlohn oder die Mitbestimmung durchgesetzt werden, betonte der stellvertretende verdi-Bezirksvorsitzende Stefan Dietl. Auch die großen Herausforderungen, vor denen man stehe, wie die Leiharbeit, Werksverträge, prekäre Beschäftigung, Minijobs und andere Arten des Lohndumpings, können nur gelöst werden, wenn möglichst viele Beschäftigte sich aktiv daran beteiligen.

    Ehrungen
    25 Jahren gehören der Gewerkschaft an: Hans-Jürgen Bruhn, Andreas Burger, Andrea Dannhauser, Ramona Dreger, Monika Ertel, Hans-Jürgen Gsell, Sandra Kreitlein, Stefan Kreuzer, Anne Kuchler, Petra Plankl, Stefan Presl, Christiane Rankl, Markus Reitinger, Lene Soutscheck, Franziska Strobel, Joachim Thümmler, Berthold Wiesenbacher und Winfried Zagel.

    40 Jahre halten Paul Becher, Gerhard Knaak, Erna Lauss, Anton Mathes, Peter Merkl, Werner Schall, Karl Söllner, Robert Specht, Gerhard Wedel, Gerhard Zagel und Heinrich Zimmermann Verdi die Treue. Auf 50 Jahre Mitgliedsschaft blicken Hans Anklam, Rosina Poralla, Erhard Pürner und Wolfgang Vetter und auf 60 Jahre Johann Heim und Richard Merkl zurück. Ein seltenes Jubiläum feierten Hans Andörfer und Albert Thümmler, die seit 70 Jahren gewerkschaftlich organisiert sind.

    Geehrt wurde ebenfalls der Ortsvorsitzende von verdi Sulzbach-Rosenberg , des Ortsvereins  Amberg-Sulzbach für den  Fachbereich Medien, Kunst und Industrie und Mitglied des Bezirksvorstandes Oberpfalz Manfred Weiß für 50jährige Mitgliedschaft. Der Jubilar war seit Jahrzehnten in vielen Gremien, wie als Kreisvorsitzender der ÖTV aktiv, schilderte der stellvertretende Landesbezirksvorsitzende von verdi Norbert Flach.