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    ver.di Bezirk Oberpfalz ist alarmiert

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    ver.di Bezirk Oberpfalz ist alarmiert

    Servicecenter der Bundesagentur für Arbeit in Weiden baut Personal ab

    „Wir sind alarmiert. Nach unseren Informationen baut das bei der Agentur für Arbeit in Weiden angesiedelte Servicecenter Arbeitsplätze ab“ gibt sich Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) besorgt.

    Das Servicecenter der Bundesagentur für Arbeit in Weiden erledige heute die telefonischen Anfragen aus dem Rechtsgebiet SGB II der Jobcenter in Bayern und weit darüber hinaus.

    Weiden sei als Standort hoch effizient und bundesweit für seine Arbeitsqualität und Erreichbarkeitszeiten bekannt. „Trotzdem fallen ca. 38 Vollzeitstellen einer bundesweiten Neustrukturierung der Servicecenterlandschaft zum Opfer“ so Gröbner weiter. Aufgrund der hohen Teilzeitquote von rund 35% der Beschäftigten bedeute dies faktisch einen Personalabbau um bis zu 50 (Teilzeit-)Stellen, erklärt Gröbner.

    Derzeit arbeite die Politik in Bayern daran, Arbeitsplätze gerade in strukturschwache Regionen zu bekommen. Und die Bundesagentur für Arbeit gehe nun den genau entgegengesetzten weg. „Das ist für uns überhaupt nicht nachvollziehbar. Dabei ist es auch ein schwacher Trost, dass der Personalabbau „sozialverträglich“ erfolgen soll. Aufgrund der hohen Teilzeit- und Befristungsquote ist zu erwarten, dass derzeit laufende befristete Arbeitsverträge nicht mehr verlängert werden.“ Die Bundesagentur für Arbeit gebe eine Übergangsfrist von zwei Jahren. Aber nach diesen zwei Jahren seien nach Befürchtungen von ver.di bis zu 50 (Teilzeit-)Arbeitsplätze weniger in Weiden verfügbar. „Wir machen uns Sorgen, um die Frauen und Männer in diesen Teilzeitbeschäftigungsverhältnissen. Sie haben Familien, müssen ihre Kinder ernähren und haben Angst, auf absehbare Zeit vor dem Nichts zu stehen“ führt Gröbner enttäuscht aus.

    ver.di werde deshalb in den nächsten Wochen auf die Landes- und Bundespolitik zugehen und z. B. das Gespräch mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weiden suchen, um andere Alternativen für den Servicecenter-Standort Weiden auszuloten.

    „Das wird sicherlich keine leichte Aufgabe. Dennoch wollen wir jede sich nur bietende Chance nutzen, um den Betroffenen zu helfen!“ so Gröbner