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    Zeit für mehr Solidarität

    Solidarität

    Zeit für mehr Solidarität

    Zeit für mehr Solidarität ver.di Zeit für mehr Solidarität  – Maikundgebung 2016 in Teublitz

    „Herzlich willkommen!“ begrüßte Willi Rester in Stellvertretung des Ortskartellvorsitzenden für den Deutschen Gewerkschaftsbund die politischen Vertreterinnen aus dem Städtedreieck - an deren Spitze, 1. Bürgermeisterin der Maria Steger, 1. Bürgermeister der Stadt Burglengenfeld Thomas Gesche, 3. Bürgermeister der Stadt Maxhütte-Haidhof Rudolf Seidl sowie die rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 1. Mai in Teublitz. Unter strahlendem Sonnenschein versammelten sich die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zunächst vor dem Rathaus in Teublitz und zogen dann, nach einem Standkonzert der Blaskapelle Teublitz, in einem Demozug zum Kundgebungsplatz auf dem Sportgelände. Dort angekommen sprach sich Pfarrer Michael Hirmer der Pfarrgemeinde Herz Jesu Teublitz ausdrücklich für mehr Solidarität in unserer Gesellschaft aus. Eine gerechte finanzielle Beteiligung der Reichen in steuerlicher Hinsicht für das Gemeinwesen sei nicht zuletzt im Sinne des Friedens in der Welt dringend geboten.

    Zeit für mehr Solidarität ver.di Zeit für mehr Solidarität  – Maikundgebung 2016 in Teublitz - Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz)

    „Es ist Zeit für mehr Solidarität“ eröffnete Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) als Festredner und führte dabei Gedanken zu allen aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themenbereichen aus. Dabei streifte er neben der aktuellen Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen der Gewerkschaft ver.di auch die Tarifauseinandersetzung für die Metall- und Elektrobranche der IG Metall und versicherte die klare Unterstützung von ver.di und des DGB für einen erfolgreichen Tarifabschluss.

    „Solidarität bedeutet, dass die Starken den Schwachen helfen. Art. 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gilt für alle, die in diesem Land leben und für alle die hilfesuchend zu uns kommen“ so Gröbner. Es sei unsäglich, dass alleine im letzten Jahr über 1.000 gewalttätige Übergriffe in diesem Land gegen Flüchtlinge, Helferinnen und Helfer, Einsatzkräfte aber auch gegen Journalisten Realität geworden sind. „Wir wenden uns entschieden gegen die Rechte Hetze und stehen für die Grundrechte der Menschen ein. Gleichwohl müssen wir die Ängste in unserer Gesellschaft ernst nehmen und diesen begegnen. Und wir haben gute Argumente. Niemand geht es in diesem Land schlechter, weil Menschen auf der Flucht zu uns kommen – im Gegenteil“ stellt Gröbner unter großer Zustimmung der Teilnehmer klar.

    Unbestritten sei jedoch, dass es auch in Europa und in Deutschland eine starke Schieflage in Sachen sozialer Gerechtigkeit existiere. „Während in Deutschland 10% der Bevölkerung über mehr als zwei Drittel des Vermögens verfügen, leben beispielsweise rund zwei Millionen Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Wir fordern die Reichen in diesem Land und auch in Europa auf, ihren Reichtum nicht nach Panama und andere Steueroasen zu schaffen, sondern für das Wohl der Menschen einzusetzen.“ Investitionen in Infrastruktur und Beschäftigung seien möglich. Dafür treten die Gewerkschaften ein.

    Das Weltuntergangsszenario vieler Wirtschaftsvertreter zur Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes hätten sich nicht bewahrheitet. „Ganz im Gegenteil ist der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 € ein Erfolgsmodell, wovon über 3,7 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland profitieren. Alleine in der Oberpfalz haben ca. 20.000 Vollzeitbeschäftigte deutliche Einkommenszuwächse durch diesen Mindestlohn erhalten. Und wir wissen, dass man von 8,50 € pro Stunde noch nicht leben kann. Deshalb müssen wir schnellstmöglich diesen Mindestlohn anheben!“ erläutert Gröbner begleitet von großem Beifall.

    Und in Würde leben gelte auch für das Alter. Gröbner erteilte der Rente mit 67 oder auch den neueren Überlegungen des Bundesfinanzministers Schäuble nach einer Rente mit 70 eine Absage. „Wir stellen uns gegen diese Rentenkürzungsprogramme und fordern die Rückkehr zur lebensstandardsichernden Rente. Die Politik muss die beabsichtigte Kürzung des Rentenniveaus auf 43% dringend zurücknehmen!“ so Gröbner weiter