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    Tarifbewegung 2017: Lohnerhöhungen durchsetzen

    Postdienste, Speditionen und Logistik

    Tarifbewegung 2017: Lohnerhöhungen durchsetzen

    Magazin bewegen (02/2017)
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    ver.di empfiehlt eine Forderung von fünf Prozent

    Für die in diesem Jahr anstehenden Tarifverhandlungen in der Branche der Postdienste, Speditionen und Logistik hat der zuständige Bundesfachbereichsvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft am 9. Februar eine Forderungsempfehlung für die zuständigen Tarifkommissionen von fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten beschlossen.

    „Die Beschäftigten der Branche leisten eine ausgezeichnete Arbeit. Mit den Einkommenssteigerungen können sie am wirtschaftlichen Fortschritt teilhaben“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

    Die beschlossene Forderungsempfehlung des Bundesfachbereichsvorstandes ist das Ergebnis einer bis Ende Januar 2017 in den neun Landesbezirksfachbereichen unter den Mitgliedern geführten Diskussion. Hierzu hatte der Bundesfachbereichsvorstand im November 2016 einen Diskussionsrahmen über ein Forderungsvolumen für Entgelterhöhungen zwischen 3,5 und fünf Prozent beschlossen (siehe bewegen Heft 8/2016).

    Die bundesweite Empfehlung berücksichtigt die volkswirtschaftlichen Prognosen für Preissteigerung und Produktivitätsfortschritt und enthält eine Umverteilungskomponente.

    Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) geht in seiner jüngsten Prognose für das Jahr 2017 in Deutschland von einer Preissteigerungsrate von 1,5 Prozent aus. Die Produktivitätssteigerung wird auf 1,1 Prozent beziffert. Beide prognostizierten Werte zusammengenommen ergeben einen verteilungsneutralen Spielraum von 2,6 Prozent. Dementsprechend umfasst die vom Fachbereich beschlossene Forderungsempfehlung von fünf Prozent eine Umverteilungskomponente von 2,4 Prozent. Dieses Gesamtvolumen ist aus Sicht des Fachbereiches begründbar.

    In der Branche stehen in diesem Jahr Flächentarifverhandlungen in zehn Bundesländern an. Hamburg (30. April 2017), Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (30. Juni), Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz (30. Oktober) sowie Berlin und Brandenburg (31. Dezember). Zudem sind im laufenden Jahr acht bundesweite Haustarifverträge bei fünf Unternehmen des Konzerns Deutsche Post DHL, bei zwei Unternehmen von Federal Express und dem Automobillogistiker BLG zu verhandeln.

    Der vom Bundesfachbereichsvorstand gefasste Beschluss hat empfehlenden Charakter. Die konkreten Forderungen werden von den jeweiligen Tarifkommissionen gefasst. [...]

     
    Themen in dieser Ausgabe:
    Tarifbewegung 2017: ver.di empfiehlt Forderung von 5 Prozent  +++ Gesetz soll Nomadentum auf Autobahnen und Rastplätzen beenden +++ Deutsche Post AG und DHL Delivery GmbHs: Arbeit im Interesse der Beschäftigten gestalten +++  Paketzentrum Obertshausen erfolgreich eingegliedert +++  Hier zu lesen als E-Paper und pdf.