Nachrichten

    Betriebs- und Personalräte aus der Oberpfalz fordern eine gesetzliche …

    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Betriebs- und Personalräte aus der Oberpfalz fordern eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus

    Bei einer Tagung der Gewerkschaft ver.di in Schwarzenfeld fordern Betriebs- und Personalräte aus den Oberpfälzer Krankenhäusern eine gesetzliche Personalbemessung für alle Beschäftigtengruppen im Krankenhaus.

    Die Arbeitsbelastungen der Beschäftigten im Krankenhaus nehmen permanent zu. Nach Berechnungen der Gewerkschaft ver.di fehlen bundesweit 162 000 Stellen, 70 000 allein in der Pflege.

    „Durch die Personalnot steigt die Arbeitsbelastung und damit der Stress. Starke psychische Belastungen und überdurchschnittliche Krankenstände sind die Folgen“, so Klaus Heyert, zuständig bei ver.di für das Gesundheitswesen.

    Nach dem die Gewerkschaft ver.di im Juni ca. 12 000 Unterschriften für eine gesetzliche Personalbemessung in der Oberpfalz gesammelt hatte, ist es aus Sicht der Gewerkschaft klar, die Bevölkerung steht hinter dieser Forderung nach mehr Personal. Nicht nur bei den Beschäftigten, sondern auch aus der Patientensicht kommt der Slogan der Gewerkschaft ver.di „Mehr von uns ist besser für alle!“ gut an.

    Betriebs- und Personalräte aus der Oberpfalz fordern eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus ver.di Betriebs- und Personalräte aus der Oberpfalz fordern eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus  – Tagung der Gewerkschaft am 07.08.2017 in Schwarzenfeld

     
    Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl sollen die Aktivitäten bis zum Wahltag am 24. September noch einmal erhöht werden. „Unser Ziel ist die Bundestagskandidatinnen und Kandidaten der demokratischen Parteien für unsere Forderung nach einer gesetzlichen Personalbemessung im Krankenhaus zu gewinnen“, sagt Bruno Lehmeier, Personalrat bei den medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz und stv. Vorsitzender des ver.di Vorstandes für das Gesundheitswesen in der Oberpfalz.

    Dem häufig von Arbeitgeberseite vorgebrachten Argument, es gäbe keine Arbeitskräfte, kontern die Betriebs- und Personalräte mit ihren alltäglichen Erfahrungen. „Wir sehen es doch bei uns im Haus. Viele Kolleginnen geben nach einigen Jahren ihren Job auf oder gehen auf Teilzeit. Hätten wir andere Arbeitsbedingungen, würden viele in den Beruf zurückkehren oder die Arbeitszeit aufstocken“, so Richard Feihl, Personalratsvorsitzender vom Klinikum Neumarkt.


    Die Hoffnung der Gewerkschaft ver.di ist, dass sich bald die politische Vernunft durchsetzt, bevor niemand mehr im Krankenhaus arbeiten will. „Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung. Beides wolle wir sicherstellen“, fordert Klaus Heyert von ver.di.

    Kontakt