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    Seniorinnen und Senioren: Emotionen oder Sachfragen - Bundestagswahl …

    Seniorinnen und Senioren

    Seniorinnen und Senioren: Emotionen oder Sachfragen - Bundestagswahl beleuchtet

    SeniorInnenversammlung am 01.06.2017 ver.di SeniorInnenversammlung am 01.06.2017

    ver.di Senioren sehen Schwerpunkt bei sozialer Sicherheit

    Fragen der Sicherheit im Alltag bilden wohl den Kern der politischen Auseinandersetzung im Bundestagswahlkampf. Dabei geht es um Anschläge, Einbrüche, Betrügereien und wie sie bekämpft werden können. Ein emotional aufgeladenes Thema, wie Alexander Gröbner, Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft Ver.di Oberpfalz, in der Seniorenversammlung darlegte. Aus dem Blick geraten dabei aber die wesentlichen Vorhaben im Breich der sozialen Sicherheit. Deshalb verfolgen die Gewerkschaften die Programme und Programmdiskussionen der Parteien besonders in dadiesem Bereich. Da die Programme kurz vor dem Abschluss stehen und genaue Inhalte nur in Umrissen erkennbar sind, wollen die Gewerkschaften hier ihre Anforderungen für die Zukunft benennen und auffordern die Themen gute Arbeit, Einkommen die zum Leben reichen und die Absicherung bei Arbeitslosigkeit, Krankheit und im Alter in den Mittelpunkt rücken.

    Arbeitsmarkt kitten

    Entstandene Risse im Arbeitsmarkt müssen gekittet werden. Deshalb sollten die Bewerber um Bundestagsmandate nach ihren Vorhaben bei Befristungen, Leiharbeit, Werkverträgen gefragt werden. Nur sichere Grundlagen mit entsprechenden Einkommen versetzen die Menschen in die Lage Zukunft zu planen. Was passiert bei der anstehenden Digitalisierung, was tun wir für Verlierer, wie verwerten wir die Produktivitätsgewinne bis hin zur Frage was wird für ein Alter ohne Armut getan. Immer häufiger tauchen Fragen der Absicherung bei Krankheit auf. Beitragsstabilität scheint vor Versorgungssicherheit zu gehen. Wird die Parität in der Finanzierung wieder hergestellt? Wird das IGEL-Unwesen eingedämmt? Bleibt die Daseinsvorsorge in öffentlicher Hand oder geben wir immer mehr Leistungen an Private Investoren ab obwohl dies nach Hinweisen des Bundes- und Bayerischen Rechnungshofes erheblich teurer ist. Die vorliegenden Aussagen zeigen bei den Parteien grundlegende Unterschiede auf. Gröbner fordert deshalb auf sich an den Diskussionen aktiv zu beteiligen.

    Die machen eh was sie wollen

    In einer umfangreichen Diskussion wurden viele Vorbehalte deutlich. Von die machen eh was sie wollen bis zu da kann man eh nichts machen reichten die Debattenbeiträge. Schwerpunkt bildete auch die Frage nach dem Lebensabend für die heute über 30 Jährigen. Günther Kiener brachte es auf den Punkt: Es geht nicht um 40 oder 50 % vom fiktiven Einkommen. Maßgebend ist die Lohnhöhe und hier müssen sich Beschäftigte mit ihren Gewerkschaften einsetzen. Stimmt die Basis ist auch das Alter abgesichert.