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    Stark in die Zukunft

    Ver- und Entsorgung

    Stark in die Zukunft

    ver.di Fachbereich Ver- und Entsorgung wählt Vorstand neu

    „Heute schauen wir auf vier sehr erfolgreiche Jahre gewerkschaftlicher Arbeit im Fachbereich Ver- und Entsorgung des ver.di Bezirks Oberpfalz zurück“ eröffnet Lothar Haberzeth (Vorsitzender des Bezirksfachbereichsvorstands ver.di Oberpfalz) die Mitgliederversammlung im Klardorfer Turmrestaurant Obermeier. Zahlreiche Gewerkschaftsmitglieder aus den Bereichen Energiewirtschaft, Abfallwirtschaft und Wasserwirtschaft der ganzen Oberpfalz waren der Einladung anlässlich der anstehenden Vorstandswahlen gefolgt.

    ver.di Oberpfalz habe in den Dienststellen und Betrieben des Fachbereichs den höchsten Mitgliederstand bei den Erwerbstätigen seit Gründung von ver.di. „Zum 31.12.2017 hatten wir insgesamt 1267 Mitglieder. Im Vergleich zum 31.12.2001 bedeutet das eine Zunahme von 15,70% Mitglieder. Wir sind kontinuierlich gewachsen und werden weiter stärker. Das ist nicht zuletzt Ausdruck unserer erfolgreichen Tarifarbeit – beispielsweise bei Veolia 2017, bei E.ON Anfang dieses Jahres oder im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen, wo derzeit die Mitgliederbefragung in den Betrieben läuft!“

    ver.di Fachbereich Ver- und Entsorgung wählt Vorstand neu ver.di ver.di Fachbereich Ver- und Entsorgung wählt Vorstand neu  – (vorne von links nach rechts): Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz), Eva Brandl (ehemalige stellv. Vorsitzende Bezirksfachbereichsvorstand, REWAG), Franziska Klingshirn (neu gewählte stellv. Vorsitzende im Fachbereich Ver- und Entsorgung, REWAG), Lothar Haberzeth (Vorsitzender im Fachbereich Ver- und Entsorgung, Bayernwerk), (hinten links) Martin Marcinek (Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung ver.di Bayern)

     
    Martin Marcinek
    (Landesfachbereichsleiter Ver- und Entsorgung ver.di Bayern) war extra von München angereist, um den Mitgliedern im Vorstand für ihre erfolgreiche Arbeit der letzten vier Jahre zu danken und mit den Gewerkschaftsmitgliedern die Herausforderungen für den Bereich Ver- und Entsorgung in der Abfall-, Energie- und Wasserwirtschaft aus Sicht der Gewerkschaft ver.di zu beleuchten. Nach wie vor sei beispielsweise das Thema Privatisierung der Wasserwirtschaft nicht endgültig ausgestanden. Vielmehr schicke sich die Europäische Politik immer wieder an, der Liberalisierung das Wort zu reden. Im öffentlichen Dienst seien die Arbeitsbedingungen schwieriger geworden. Dem gelte es in den laufenden Tarifverhandlungen zur „Entgeltordnung handwerkliche Tätigkeiten“ Rechnung zu tragen. Aber auch im Bereich der Energiewirtschaft stehe ver.di vor großen Herausforderungen. Die Zerschlagung von Innogy und deren Aufteilung auf E.ON und RWE bedürfe konkreter tarifpolitischer Ausgestaltung, so Marcinek weiter. Für die weitere gewerkschaftliche Arbeit gelte es aus Sicht von Marcinek das Thema Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten umfassend zu beleuchten. „Wir treten an, auch die Arbeitsbedingungen von Morgen in Tarifverträgen zu gestalten!“

    Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) freute sich über die zahlreiche Teilnahme der Gewerkschaftsmitglieder. „Ihr macht uns Mut! Wir werden stärker und das ist angesichts der bevorstehenden Themen auch dringend nötig“. Auch in der Oberpfalz gebe es immer wieder in Auseinandersetzungen der Beschäftigten mit ihren Arbeitgebern. Probleme bei der Bezahlung von Überstunden, Auseinandersetzungen um Arbeitszeugnisse aber auch die Verhandlung von Haustarifverträgen fordern ver.di vor Ort.

    „Aber gemeinsam sind wir stark. Und stark gehen wir in die Zukunft!“ schließt Lothar Haberzeth unter großem Beifall der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Haberzeth und Gröbner dankten stellvertretend für alle ausscheidenden Vorstandsmitglieder der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Eva Brandl (REWAG), die in den Wahlen aus persönlichen Gründen nicht mehr angetreten war, für ihre langjährige und hervorragende Arbeit. Für die Zukunft wünschten sich beide die erfolgreiche Mitgliederentwicklung und aktive Gewerkschaftsarbeit in den Dienststellen und Betrieben fortsetzen zu können. „Gewerkschaften sind das Stärkste, das die Schwachen haben. Nur wir verhandeln Tarifverträge. Und wir können nur so erfolgreich sein, wie uns die Mitglieder den Rücken stärken!“ so Gröbner