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    Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    ver.di ruft Beschäftigte beim Dialyseanbieter Kuratorium für Heimdialyse (KfH) zu bundesweiten Protestkundgebungen auf

    30 Beschäftigte der KfHs in Niederbayern und der Oberpfalz protestieren in Roding ver.di 30 Beschäftigte der KfHs in Niederbayern und der Oberpfalz protestieren in Roding

    Beschäftigte des  Kuratoriums für Heimdialyse (KfH) aus der Oberpfalz protestieren  für mehr Gehalt. „Wir sind es Wert!“  war das Motto der Protestkundgebung der Gewerkschaft ver.di in Roding.

    Am 3. Mai 2016 protestieren rund 40 Beschäftigte des  Dialyseanbieters KfH aus der Oberpfalz gegen die starre Haltung der Arbeitgeber im bundesweiten  Tarifkonflikt.
    Damit soll der Druck auf den Arbeitgeber erhöht werden, bei den gescheiterten Tarifverhandlungen für die insgesamt ca. 5000 Beschäftigten in Deutschland über einen neuen Entgelttarifvertrag mit einem verbesserten Angebot zurück an den Verhandlungstisch zu kommen.

    Bereits heute liegen die Vergütungen der Pflegekräfte in der Dialyse bis zu 20% unter denen des für den Gesundheitsbereich maßgeblichen Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

    „Die niedrigen Gehälter der Pflegekräfte in der Dialyse sind absolut unverständlich, ist doch die Belastung der Kolleginnen und Kollegen, die täglich nierenkranke Menschen während der Dialyse begleiten und betreuen immer größer geworden“, sagt Klaus Heyert, zuständig bei der Gewerkschaft ver.di für die Beschäftigten im Gesundheitswesen.

    Vor diesem Hintergrund fordert ver.di eine Anhebung der Vergütungen um 7,5%, rückwirkend ab dem 01. Januar 2016 und einer Laufzeit von 12 Monaten. Das letzte Angebot der Arbeitgeber war die Einführung einer neuen Vergütungstabelle, die zu massiven Vergütungseinbußen für die Beschäftigten geführt hätte. Einzelne Berufsgruppen hätten damit Vergütungskürzungen bis zu 30% hinnehmen sollen. Ein zugesagter Besitzstand für die Altbeschäftigten sollte nur statisch erfolgen, d.h. er wäre bei künftigen Tariferhöhungen gegengerechnet worden. D. h., viele Beschäftigten würden auf Jahre hinaus keine Gehaltserhöhung mehr erhalten, da ihr Besitzstand abschmelzen würde.

    Statt Tabellenerhöhung sollte es für das gesamte Jahr 2016 nur eine Einmalzahlung geben.

    Auch in der Dialyse sind immer weniger Beschäftigte für die Versorgung und Pflege der Dialysepatienten vor Ort. Die Belastung der Beschäftigten ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Sie arbeiten heute permanent an der Belastungsgrenze. Das muss nach Meinung der Protestierenden auch in der Gehaltsentwicklung Niederschlag finden.


    „Wenn sich die Arbeitgeber bei den nächsten Tarifverhandlungen nicht bewegen, dann schließen wir weitere Aktionen und Streiks für die nächsten Wochen nicht aus“, so Klaus Heyert.



    Klaus Heyert

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