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    Arbeitsplatzabbau beim Freistaat Bayern

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    Arbeitsplatzabbau beim Freistaat Bayern: ver.di im Gespräch mit Landtagsabgeordneten Franz Schindler (SPD)

    Auf Einladung der Gewerkschaft ver.di trafen sich VertreterInnen der Länderdienststellen der Oberpfalz mit dem Landtagsabgeordneten und Bezirksvorsitzenden der SPD Franz Schindler im Regensburger Gewerkschaftshaus. Zentrales Thema war dabei der nach wie vor stattfindende und bereits unter Ministerpräsident Edmund Stoiber begonnene Arbeitsplatzabbau in den Dienststellen der Länderverwaltung (Stichwort: „Verwaltung 21“).

    Arbeitsplatzabbau beim Freistaat Bayern ver.di Arbeitsplatzabbau beim Freistaat Bayern  – vlnr.: Josef Pritscher, Staatliches Bauamt Regensubrg; Barbara Gassner, Wasserwirtschaftsamt Regensburg; Franz Schindler, MdB SPD; Kathrin Birner, Gewerkschaftssekretärin ver.di Oberpfalz; Erwin Brühl, Staatliches Bauamt Amberg-Sulzbach; Alexander Gröbner, Geschäftsführer ver.di Oberpfalz

    Am Beispiel der Wasserwirtschaft und Staatsbauverwaltung stellten die GesprächsteilnehmerInnen fest: Zwar sei an verschiedenen Stellen aufgrund aktueller Gegebenheiten (z. B. Hochwasserschutz) Personalabbaupfade bis ca. 2022 gestreckt worden. Dennoch stellten die GewerkschafterInnen (gleichzeitig Mitglieder der Personalvertretungen im Wasserwirtschaftsamt Regensburg sowie den Staatlichen Bauämtern Regensburg und Amberg-Sulzbach) fest, dass mit dem Personalabbau die ordnungsgemäße Aufgabenerledigung unter „Normalbedingungen“ in vielen Bereichen kaum mehr möglich sei. Vielerorts gehe dies zu Lasten der Gesundheit der betroffenen Beschäftigten, welche einerseits mit einer erheblichen Arbeitsverdichtung zu kämpfen hätten. Andererseits würden Beschäftigte mit deutlich schwierigeren und höherwertigen Aufgabenbereichen beauftragt, ohne das die Arbeitgeberseite tarifrechtliche Ansprüche auf höhere Bezahlung dadurch ermöglichten.

    ver.di versuche in diesen Dialogrunden die politischen MandatsträgerInnen über die mittlerweile äußerst angespannte Situation zu informieren und den konkreten politischen Handlungsbedarf in den Dienststellen deutlich zu machen sowie auf eine Lösung des Problems zu drängen.

    „Wir stehen für gute Arbeitsbedingungen der Beschäftigten mit einer angemessenen Bezahlung. Dafür streiten wir in Tarifverhandlungen und Besoldungsrunden ebenso wie im Rahmen unserer Lobbyarbeit gegenüber der Politik. Tarifbeschäftigte und Beamte liegen uns dabei gleichermaßen am Herzen“ fasst Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) die Sicht der Gewerkschafterinnen zusammen.