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    Protestaktionen von Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz …

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    Protestaktionen von Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz AG

    Protestaktionen von Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz AG ver.di Protestaktionen von Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz AG

    "Internationaler Tag der Pflege" am 12. Mai 2017:
    ver.di fordert Sofortprogramm für mehr Personal

    Mit der Forderung nach einem Sofortprogramm der Bundesregierung mit der Schaffung von 20.000 zusätzlichen Vollzeitstellen in der Pflege und zahlreichen Aktionen erinnern die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und betroffene Beschäftigte am „Internationalen Tag der Pflege“ an die zunehmend dramatische Personalsituation an vielen Kliniken. Unter dem Motto „Auf der Strecke geblieben“ protestieren dabei bundesweit tausende Beschäftigte gegen den Personalmangel in den Krankenhäusern.

     

     
    Die Bundesregierung hat angekündigt, ab 2019 in sogenannten pflegesensitiven Bereichen der Krankenhäuser Personalanhaltszahlen einführen zu wollen. „Dies ist ein Teilerfolg – doch leider nicht ausreichend.. „Wir fordern ein Sofortprogramm und mehr Personal für alle Pflegebereiche. Niemand soll mehr in einer Schicht al-lein arbeiten müssen. Zudem muss es ausreichend Zeit für die Ausbildung geben“, betonten die Vertrauensleute der Kliniken Nordoberpfalz AG. „Die Pflege darf nicht auf der Strecke bleiben.“ Tatsächlich seien aufgrund der immer knapper werden-den Zeit immer mehr wichtige pflegerische Tätigkeiten faktisch unmöglich gewor-den, darunter etwa die Patienten- und Angehörigenansprache, ausreichend lange Händedesinfektion oder die Einhaltung von Mindestbehandlungszeiten.

    Um die Defizite deutlich zu machen, beteiligen sich die Beschäftigten der Kliniken Nordoberpfalz heute am 12. Mai und informierten Kolleginnen und Kollegen sowie Patienten und Angehörige über die Situation. Gleichzeitig präsentierten Sie auf Plakaten all jene die Dinge, die in den letzten Wochen aufgrund von Personalman-gel weggefallen sind oder nur unzureichend erledigt werden konnten.

    Jetzt ist auch die Politik aufgefordert zu handeln. „Die Beschäftigten fordern am Tag der Pflege eine umfassende Lösung. Sie lassen sich nicht länger mit homöo-pathischen Dosen abspeisen“, bekräftigt Manuela Dietz, Gewerkschaftssekretärin von ver.di.

    Nach ver.di-Berechnungen fehlen in deutschen Krankenhäusern 162.000 Vollzeit-stellen, davon allein 70.000 Fachkräfte in der Pflege. Würde man internationale Maßstäbe anlegen, fehlen in deutschen Kliniken alleine Nacht für Nacht mindes-tens 19.500 Vollzeitstellen, um eine angemessene und sichere Versorgung zu ge-währleisten.