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    Rente muss für ein gutes Leben reichen

    Rente und Soziales

    Rente muss für ein gutes Leben reichen

    Arbeiterinnen und Arbeiter von ver.di Oberpfalz treffen sich in Klardorf

    Otto Biederer, Vorsitzender des Arbeiterausschuss im ver.di Bezirk Oberpfalz konnte zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den in ver.di organisierten Branchen im Turmrestaurant Obermeier in Klardorf begrüßen. „Gerade im Hinblick auf die bevorstehenden öffentlichen Kundgebungen am 1. Mai 2017 ist es wichtig festzuhalten, dass es auch heute noch vielfältige Aufgaben für die Gewerkschaften in der Interessenvertretung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt. Die Bekämpfung prekärer Beschäftigungsverhältnisse, wie Leiharbeit und Werkverträge, die Durchsetzung des gesetzlichen Mindestlohns sowie gleicher Bezahlung von Frauen und Männern oder die Abschaffung sachgrundloser Befristungen steht bei uns ganz oben auf der Tagesordnung unserer täglichen Arbeit!“

    Biederer erläuterte im Hinblick auf die Eingruppierung für die handwerklichen Tätigkeiten bei Kommunen und Landkreisen die Zielsetzung der bayerischen Tarifkommission von ver.di für die im Mai 2017 beginnenden Tarifverhandlungen. Es sei dabei entscheidend wichtig, dass sich die betroffenen Beschäftigten in der Gewerkschaft ver.di organisierten, um den Gewerkschaftsvertretern für die Verhandlungen entsprechend Gewicht zu verleihen!

    Rente muss für ein gutes Leben reichen ver.di Rente muss für ein gutes Leben reichen  – Arbeiterinnen und Arbeiter von ver.di Oberpfalz treffen sich in Klardorf

     
    „Rente muss für ein gutes Leben reichen!“ bringt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) die Forderung der Gewerkschaft ver.di im Rahmen der Rentenkampagne 2017 auf den Punkt. „Wir brauchen dringend einen Kurswechsel in der deutschen Rentenpolitik. Für eine Rente wenigstens in Höhe der staatlichen Grundsicherung von ca. 775 Euro muss ein Beschäftigter mit einem Einkommen von 2.500 Euro bei einem politisch gewollten Rentenniveau von 43 % im Jahr 2030 rund 38 Jahre arbeiten. Das ist zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel. Bereits heute bekommen darüber hinaus rund 12 Mio. Beschäftigte weniger Monatslohn als 2.500 Euro. Damit ist Altersarmut in breiten Bevölkerungsschichten vorprogrammiert. Wir müssen deshalb dringend gegensteuern!“ erklärt Gröbner
    Nachdem die Rente in einem Gesetz geregelt sei, könnten die Wählerinnen und Wähler gemeinsam mit ver.di und dem DGB für eine Verbesserung eintreten!

    Nicht zuletzt deshalb werde die DGB Region Oberpfalz in den nächsten Monaten gemeinsam mit den Mitgliedsgewerkschaften im Vorfeld der Bundestagswahl einerseits mit politisch Verantwortlichen der Parteien ins Gespräch kommen. Außerdem sei geplant, am 31. Mai 2017 im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages auf den Kurswechsel in der gesetzlichen Rente die Bevölkerung anzusprechen, so Peter Hofmann (Regionssekretär DGB Region Oberpfalz) unter dem Beifall der versammelten Arbeiterinnen und Arbeiter.