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    Warnstreiks in Weiden in der Oberpfalz - ver.di steigert Warnstreiks …

    Öffentlicher Dienst

    Warnstreiks in Weiden in der Oberpfalz - ver.di steigert Warnstreiks auch am dritten Tag

    Tarif- und Besoldungsrunde 2016 mit Bund und VKA

    Über 140 Streikende aus der Stadt Weiden, den Stadtwerken Weiden, dem Bundeswehr Dienstleistungszentrum Amberg – Standort Weiden und Grafenwöhr, dem Jobcenter Weiden/Neustadt, den Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit in Weiden, dem Markt Wernberg-Köblitz, folgten am Donnerstag dem Warnstreikaufruf der Gewerkschaft ver.di in das Streiklokal „Dotscheria“ am Hetzenrichter Weg, dem anschließenden Demozug und der Abschlusskundgebung vor der Kliniken Nordoberpfalz AG. Die Streikleiterin Manuela Dietz (Gewerkschaftssekretärin ver.di Bezirk Oberpfalz) begrüßte ihre Kolleginnen und Kollegen aus den einzelnen Dienststellen und Betrieben. Dabei stellte sie unter großem Beifall der Teilnehmerinnen und Teilnehmer klar, dass ver.di alle Beschäftigten des Bundes und der Kommunen aufruft, sich gegen das Täuschungsmanöver der öffentlichen Arbeitgeber an den Warnstreiks zu beteiligen. „Heute ist das Tohuwabohu in Weiden, die Weidener Thermenwelt und der komplette Markt Wernberg geschlossen“, freute sich Dietz.

    Die Bezirksvorsitzende von ver.di Oberpfalz, Petra Graf, machte deutlich: „Angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen – alleine im letzten Jahr waren es 30 Mrd. Euro mehr als geplant – ist unsere Forderung mehr als berechtigt. Wir fordern einen tragfähigen Kompromiss von der Arbeitgeberseite und auch die Übernahme des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten. Leider sind wir davon derzeit weit entfernt und deshalb danke ich euch für die breite Streikbeteiligung!“

    Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) stellte klar, dass die Forderung von 6 % mehr Gehalt für die Beschäftigten sowie 100 € mehr für Auszubildende keinesfalls überzogen seien. „Im Gegenteil, der öffentliche Dienst muss im Fachkräftewettbewerb bestehen. Deshalb fordern wir gutes Geld, für gute Arbeit. Außerdem brauchen wir dringend klare Beschäftigungsperspektiven für Auszubildende und fordern deshalb Übernahmeregelungen nach der Ausbildung. Außerdem muss endlich Schluss sein, mit der unsäglichen Praxis der befristeten Arbeitsverhältnisse im öffentlichen Dienst. Wir fordern die Abschaffung sachgrundloser Befristungen!“ so Gröbner unter großem Applaus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

    In der aktiven Mittagspause vor der Kliniken Nordoberpfalz AG versammelten sich mittags um „fünf nach 12“ die Warnstreikenden zur Abschlusskundgebung. Hierbei beteiligten sich insgesamt rund 250 Beschäftigte, darunter auch ca. 100 Beschäftigte der Kliniken Nordoberpfalz AG sowie der Sparkassen Oberpfalz Nord im Rahmen einer aktiven Mittagspause und brauchten ihren Unmut lautstark zum Ausdruck.

    ver.di kündigte an, die Warnstreiks in der nächsten Woche in der Oberpfalz noch auszuweiten.