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    Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg

    Eine Brücke gewerkschaftlicher Aktivitäten nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute schlug bei der Jubilarherung des ver.di-Ortsvereins im Gashthof Zum Bartl der Bezirksgeschäftsführer der Oberpfalz Alexander Gröbner. Dies führte von der Gründung des Bayerischen Gewerkschaftsbundes (BGB) bis zur Einführung des Mindestlohnes.

    Neben den Jubilaren und dem Festredner hieß der Ortsvorsitzende Manfred Weiß, den Betreuungssekretär Pascal Attenkofer und die Personalratsvorsitzende der Stadt Sulzbach-Rosenberg Petra Schilling willkommen. In einem Grußwort sicherte der DGB-Kreisvorsitzende Wolfgang Berndt die Unterstützung des ver.di-Ortsvereins zu, mit dem schon einige gemeinsame Veranstaltung durchgeführt wurden.

    Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg Martin Franitza Jubilarehrung 2017 des Ortsverein Sulzbach-Rosenberg  – Unsere Jubilare


    Wie die 1. Maifeiern gehören die Jubilarehrungen zu den Höhepunkten gewerkschaftlicher Veranstaltungen, bekannte Alexander Gröbner. Dabei werde an die Erfolge und Niederlagen der Gewerkschaft der letzten Jahrzehnte erinnert. 1947 bedeutete für die bayerischen Gewerkschaften mit der Gründung des Bayerischen Gewerkschaftsbundes ein entscheidendes Jahr, der später im Deutschen Gewerkschaftsbundes aufging. Leider könne man die Uhr nicht zurücktreten, denn damals konnten manche Dispute zwischen den heutigen Mitgliedergewerkschaften vermieden werden. Fünf Jahre später setzte die IG Metall mit der Montan-Mitbestimmung eine echte Mitbestimmung durch. Wiederum fünf Jahre wurde nach einem 16-monatigen Streik in Schleswig-Holstein in der Metall- und Elektroindustrie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vereinbart, wobei diese Regelung Jahre später in einen gesetzlichen Rahmen gegossen wurde. 1977 nahm die IG Metall mit einem Beschluss des Gewerkschaftstages erstmals die Einführung der 35-Stundenwoche in Angriff. Einen entscheidenden Einschnitt bedeutete die Wiedervereinigung nicht nur für die Gesellschaft, sondern ebenfalls für die Gewerkschaften. Denn diese waren mit einem erheblichen Abbau von Arbeitsplätzen in den neuen Bundesländern verbunden. Viele Konzerne nutzen dies, um in der ehemaligen DDR Betriebe zu schliessen beziehungweise diese als verlängerte Werkbank zu gebrauchen.

    Das nach zehn Jahren dauerenden Engagement, eingeleitet auch von ver.di, für einen gesetzlichen Mindestlohn, um nach unten eine Lohngrenze zu setzen, war erfolgreich,  schilderte der Bezirksgeschäftsführer. Zwar sei allen klar, dass die erreichte Höhe bei weitem nicht ausreiche, um ein menschenwürdiges Leben während des Arbeitslebens und später im Rentenalter zu garentieren, die Gewerkschaften haben aber einen „Fuß in die Tür“ gesetzt“, dem weitere Schritte folgen müssen.Auch auf anderen wirtschaftlichen und sozialen Gebieten müsse noch vieles geschehe. So werde die Schere zwischen arm und reich immer größer, mit alle den unsozialen und ungerechten Ergebnissen. Immer weniger Wohlhabende besitzen immer mehr und auf der anderen Seite nehme die Armut immer mehr zu. Hier stehen nicht nur die Gewerkschaften vor einer großen Aufgabe, mit tarifpolitischen Erfolgen sich diesem Trend entgegen zu stellen, sondern auch die Politik sei gefragt. Eine andere Steuerpolitik, zugunsten der Arbeitnehmer, der sozialschwachen und der Mittelschicht sei nötig. Die Parität zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer bei den Krankenkassen- und der Pflegekasse müsse wieder hergestellt werden.

    Ob die neue Bundesregierung dieses Ziel aber in Angriff nehme, müsse abgewartet werden.

    Service von ve.rdi
    Viele Mitglieder wissen nicht, dass ver.di kostenlose Lohnsteuerberatung anbiete, schilderte Otto Windisch. So gäbe es in Bayern und in der Oberpfalz 218 beziehungsweise 25 Berater. Im Bereich des ver.di-Ortsvereins Sulzbach-Rosenberg kann jedes Mitglied unter der Telefonnummer 09661/8746728 oder beim ver.di-Büro in Amberg (09621/4950-0 einen Termin vereinbaren.

    Jubilare
    25 Jahre sind gewerkschaftlich Markus Altendorf, Monika Baier, Ruth Eckelt, Ottmar Grassmann, Werner Groher, Heinrich Hartmann, Hermann Letz, Rosmarie Mayer, Georg Pilhofer, Eloy Rodriguez, Elisabeth Rogner und Richard Wach organisiert. 40 Jahre haben Brigitte Anklam, Kurt Deyerl, Erwin Grötsch, Angela Kropius, Klaus Langner, Bernhard Lehner, Edith Schimmel, Hermann Völlger und Ingeborg Zellerer ver.di die Treue gehalten. Auf 50 Jahre gewerkschaftliche Zugehörigkeit blicken Gotthard Hoffmann, Leonhard Mutzbauer, Peter Raßkopf, Walter Topies und Bodo Wolf und auf 60 Jahre Herbert Gerhard Heilmann und Karl Regler zurück. An der Spitze der Jubilare stand Hans Kolb, der für 65 Jahre Mitgliedsschaft geehrt wurde.