Coronavirus/COVID-19

    ver.di sieht gute Chancen für die Zukunft

    Kliniken Nordoberpfalz AG

    ver.di sieht gute Chancen für die Zukunft

    Vieles sei in den letzten Wochen und Monaten auf den Weg gebracht worden. „Wir bedauern es ausdrücklich, dass die Krankenhäuser in Waldsassen und Vohenstrauß auf Beschluss des Aufsichtsrats nun endgültig geschlossen werden müssen. Sowohl die Auswirkungen auf die flächendeckende Gesundheitsversorgung als auch auf die Arbeitsplätze in der Region schmerzen uns sehr“, schildert ver.di-Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner auf. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie sei es für die Öffentlichkeit nicht nachvollziehbar, dass Krankenhäuser schließen müssten. Doch werde aus dieser Situation einmal mehr deutlich, dass die Finanzierung im Gesundheitswesen dringend auf neue Beine gestellt werden müsse.

    Der Hang zur Privatisierung in der Krankenhauslandschaft der 90er und 2000er Jahre mit dem Ziel der Gewinnmaximierung in großen Krankenhauskonzernen müsse nach seiner Überzeugung gestoppt werden. „Dafür ist es jedoch dringend geboten, dass die von der Bayerischen Staatsregierung proklamierte Stärkung der flächendeckenden Gesundheitsversorgung durch den Erhalt von kleinen Krankenhäusern nicht nur eine Lehre aus der aktuellen Pandemielage bleibt. Den Worten müssen dringend Taten folgen!“ ergänzt Marina Mühlbauer (Fachsekretärin Gesundheitswesen im ver.di Bezirk Oberpfalz).

    Nachdem Gewerkschaften die unternehmerische Entscheidung der Träger in der Aufsichtsratssitzung am 23. April 2020 eben nur „akzeptieren“ könnten, begleite ver.di die laufenden Verhandlungen für einen Interessenausgleich und Sozialplan mit großer Aufmerksamkeit.

    Mit der Aufsichtsratssitzung am 23. Juli 2020 wurde nunmehr der Weg für einen weiteren Sanierungsplan freigemacht. „Dabei ist positiv zu bewerten, dass vom Vorstand über die Träger bis hin zu den politisch Verantwortlichen und den Betriebsräten mit uns gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft der Kliniken Nordoberpfalz AG unter Tarifbindung im TVöD in öffentlicher Trägerschaft eintreten wollen!“ so Mühlbauer weiter.

    „Jetzt gilt es, gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Dabei stecken in den möglichen Sanierungsmaßnahmen auch große Chancen. Wenn es uns gelingt, mit guten Ideen bei Sanierungsvorschlägen Betroffene zu Beteiligten zu machen und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen Beschäftigten eine nachhaltige Perspektive zu bieten haben wir vieles erreicht, für die Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen wie für die Belegschaft!“ erläutert Gröbner.

    ver.di plane gemeinsam mit dem Vorstand für den 6. August bereits eine Betriebsrätevollkonferenz, um dem insolvenzbedrohten und krisengeschüttelten Unternehmen nach der finanziellen Stabilisierung durch die Träger eine nachhaltige Zukunft mit guten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu eröffnen.

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