Gemeinsam durch die Krise!

    Ein erster Schritt

    Kitas Oberpfalz

    Ein erster Schritt

    ver.di begrüßt Unterstützung für berufstätige Eltern und Entlastung für Kita-Beschäftigte
    Kindergarten Esi Grünhagen ver.di begrüßt Unterstützung für berufstätige Eltern und Entlastung für Kita-Beschäftigte


    Der ver.di Bezirk Oberpfalz begrüßt die Ankündigung von Familienministerin Giffey zum Kabinettsbeschluss für ein Gesetz zur befristeten Ausweitung des Anspruchs auf Kinderkrankgeld vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie. In einem Facebook-Post der Familienministerin vom Dienstag heißt es: „Die Zahl der Kinderkrankentage wird verdoppelt - von 10 auf 20 Arbeitstage pro Elternteil pro Kind, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage pro Kind.  Der Anspruch gilt nicht nur wie üblich bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet sind und Eltern deshalb ein Betreuungsproblem haben. Und der Anspruch gilt auch dann, wenn Behörden den Eltern empfohlen haben, ihre Kinder pandemiebedingt lieber zu Hause zu betreuen.“ Vor allem der letzte Punkt ist ver.di Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner wichtig: „Bisher wurde zwar an die Eltern appelliert, zur Eindämmung der Pandemie die Kinder nicht in die Kitas zu bringen. Die Konkretisierung und Abstimmung mit den jeweiligen Arbeitgebern stellte sich jedoch in vielen Fällen als schwierig dar. Berufstätige Eltern sich können nun auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers vorübergehend ganz um ihre Kinder kümmern, um gemeinsam eine schnellere Senkung der Inzidenzzahlen zu erreichen. Die zusätzlichen Tage sind ein erster Schritt, doch auch darüber hinaus dürfen die Eltern nicht alleine gelassen werden.“

    Mit der angekündigten Regelung, die noch Bundestag beschlossen werden muss, sieht die für den Bereich Sozial- und Erziehungsdienst zuständige Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner auch eine bessere Möglichkeit, den Gesundheitsschutz für Kita-Beschäftigte zu gewährleisten: „Ohne Freistellung für berufstätige Eltern war zu befürchten, dass sich die Kitas gerade in den größeren Städten immer mehr füllen. Dies birgt ein hohes Gesundheitsrisiko für Kinder, Eltern und das gesamte Personal in den Einrichtungen. Mit der neuen Regelung sehen wir bessere Chancen,  dass der Gesundheitsschutz auch für die Beschäftigten gewährleistet werden kann. Immerhin gehören Erzieher*innen nach einer aktuellen AOK-Studie zu den am häufigsten zwischen März und Oktober an COVID 19 erkrankten Berufsgruppen.“ Erleichtert ist sie auch über die Ankündigung, dass die Krankentage wohl auch bei Homeoffice in Anspruch genommen werden können. „Homeoffice und Kinderbetreuung – ob Kleinkind oder Homeschooling – ist Vielfach mehr als eine Herausforderung.“

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