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    Beschäftigte stehen unter Strom

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    Beschäftigte stehen unter Strom

    Tarifgemeinschaft Energie


    Warnstreiks bei E.ON-Unternehmen, TenneT und VERBUND in Bayern, auch in der Oberpfalz

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten der Tarifgemeinschaft Energie (u. a. Bayernwerk AG und Bayernwerk Natur GmbH, E.ON-Unternehmen, PreussenElektra, TenneT und VERBUND) für den 23. Februar zum ganztägigen Warnstreik auf. In der Oberpfalz werden in den verschiedenen Betrieben über 600 Streikende die Arbeit niederlegen und nach Regensburg zur Streikdemo fahren.

    „Die Arbeitgeber haben in der letzten Verhandlungsrunde ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Jetzt stehen die Beschäftigten unter Strom“, erklärt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz).

    Die Arbeitgeber haben in der letzten Verhandlungsrunde nur 2,1 Prozent für eine Laufzeit von 18 Monaten geboten. Dieses Angebot ist weit weg von einem tragfähigen Kompromiss. „Hier sind deutliche Nachbesserungen nötig!“ betont Gröbner. „Das gilt sowohl bei der Lohnerhöhung für die Tarifbeschäftigten, als auch für die Erhöhung der Ausbildungsvergütung für alle Ausbildungsjahre und eine gesicherte Zukunft für die jungen Menschen. Eine Übernahmegarantie nach erfolgreicher Ausbildung muss her!“ so Gröbner weiter.

    Deshalb erhöht ver.di bundesweit und in Bayern mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber vor der nächsten Verhandlungsrunde. Mehr als 1.500 Streikende werden aus Bayern mit 28 Bussen anreisen und sich am Freitag zu einer Kundgebung in Regensburg versammeln.

    Die Streikenden treffen sich am Freitag in Regensburg vor der Zentrale der Bayernwerk AG in der Messerschmittstraße zur Demonstration und anschließend am Versammlungsort in der Lilienthalstr. 7 zur Warnstreikkundgebung.

    Die Beschäftigten hätten ein Recht, an der Wirtschaftsentwicklung und der steigenden Produktivität des E.ON-Konzerns teilzuhaben.

    „Wenn die Arbeitgebervertreter ihre Haltung nicht verändern, provozieren sie das Scheitern der Verhandlungen. Die Beschäftigten sind nach Warnstreiks sicher auch zu Erzwingungsstreiks bereit“, verdeutlicht Gröbner die Stimmung der Belegschaft in den Betrieben.

    ver.di fordert für die Tarifgemeinschaft Energie in Deutschland sechs Prozent mehr Geld für die Tarifbeschäftigten sowie eine Erhöhung der Auszubildendenvergütung um 175,00 € und eine unbefristete Übernahme für Auszubildende ab 2019.

    Die Verhandlungen werden am 27. Februar in Hannover fortgesetzt.