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    98,7% für Arbeitskampf

    Asklepios Lindenlohe

    98,7% für Arbeitskampf

    Asklepios Lindenlohe: 98,7% für Arbeitskampf ver.di Asklepios Lindenlohe: 98,7% für Arbeitskampf  – Beschäftigte mit ihrem Banner des Verzichts

    15 Jahre Verzicht bei Asklepios Lindenlohe sind eindeutig genug!

    98,7% der ver.di Mitglieder stimmen für Arbeitskampf!


    Am 01. November 2004 wurde die Klinik Lindenlohe vom privaten Krankenhauskonzern Asklepios übernommen. Seither verweigert Asklepios Tarifverhandlungen. „15 Jahre Verzicht sind eindeutig genug!“, so ver.di Vertrauensfrau Margit Berkmann. „Mit unserem Banner wollen wir darauf aufmerksam machen, was uns unser Arbeitgeber Asklepios seitdem verwehrt und was es heißt, keine tariflich abgesicherten Arbeitsbedingungen zu haben“, ergänzt Thomas Kastner, Mitglied der ver.di Tarifkommission.

    Asklepios Lindenlohe: 98,7% für Arbeitskampf ver.di Asklepios Lindenlohe: 98,7% für Arbeitskampf  – Beschäftigte mit ihrem Banner des Verzichts

     

    Dem Betriebsrat der Asklepios Klinik Lindenlohe wurde von der Arbeitgeberseite ein Angebot über künftige Regelungen zu Arbeitszeit, Urlaub und auch Entgelt vorgelegt. Diese Themen sind gemäß Tarifvertragsgesetz und Betriebsverfassungsgesetz jedoch per Tarifvertrag zu regeln. Nur Tarifverträge sichern Verhandlungen auf Augenhöhe und gewähren Rechtssicherheit. Über dieses Gebaren der Arbeitgeberseite herrscht großes Unverständnis bei den Beschäftigten. Sie erwarten, dass mit ver.di verhandelt wird. Auch die Betriebsräte können die Haltung ihres Arbeitgebers nicht verstehen. „Wir wollen für unsere Kolleginnen und Kollegen rechtssicher Arbeitsbedingungen gestalten und nicht die herrschenden Bedingungen in einer Betriebsvereinbarung festschreiben“, so die einhellige Meinung der ver.di Betriebsräte.

    Die Unternehmensleitung hat bisher alle Terminvorschläge der Gewerkschaft ver.di ignoriert und sieht keinerlei Notwendigkeit in Tarifverhandlungen. „Aus diesem Grund bereiten wir jetzt unseren Arbeitskampf vor,“ so Manuela Dietz Gewerkschaftssekretärin von ver.di: „Wir haben dem Arbeitgeber eine Notdienstvereinbarung vorgelegt und planen Arbeitskampfmaßnahmen bis hin zu Streiks.“ Ein Gespräch mit der Arbeitgeberseite über die Notdienstvereinbarung konnte nach mehrmaligen Terminvorschlägen durch die Gewerkschaft letztlich stattfinden. Die Geschäftsleitung zieht eine Vereinbarung jedoch durch unannehmbare Forderungen unnötig in die Länge. Sollte es zu keiner Annäherung kommen, wird die Gewerkschaft die angebotene Notdienstbesetzung einseitig umsetzen, damit die Sicherheit der Patientinnen und Patienten auch im Falle von Arbeitsniederlegungen gewährleistet bleibt.

    Die Urabstimmung der ver.di Mitglieder zeigt deutlich den weiteren Weg auf!“ so Manuela Dietz weiter, „denn mit einer überwältigende Mehrheit von 98,7 % der anwesenden ver.di Mitglieder haben die Kolleginnen und Kollegen für Warnstreik Maßnahmen gestimmt um endlich den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu zwingen.“

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