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    Streiks bei Druck und Papier

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    Streiks bei Druck und Papier

    Streiks bei Druck und Papier ver.di Streiks bei Druck und Papier

    Beschäftigte fordern Lohnerhöhungen und kämpfen um ihre tariflichen Arbeitsbedingungen

    Für Lohnerhöhungen und für den Erhalt ihrer tariflichen Arbeitsbedingungen streiken derzeit die Beschäftigten in der Papier- und Kunststoffverarbeitung und in der Druckindustrie, auch und gerade in Bayern.

    In der Papier- und Kunststoffverarbeitung sind von ver.di 6 % Einkommenserhöhungen gefordert, die Verhandlungen gehen jetzt in die zweite Runde. An den Streiks haben sich in Bayern bisher drei Betriebe aus dem smurfit-Kappa-Konzern in Neuburg, Plattling und Feucht beteiligt, die Belegschaft von Bischoff und Klein in Konzell, Sengewald und Coveris in Rohrdorf, VG Nicolaus in Kempten und STI Neutraubling.

    "Wir wollen einen raschen Tarifabschluss, es gibt keinen Grund, die Beschäftigten auch nur einen Tag länger warten zu lassen,“ so Fachbereichsleiterin Christa Hasenmaile.

    Um Geld geht es auch in der Druckindustrie, gefordert sind 5 % mehr für alle Beschäftigten und auch für die Auszubildenden. Nach mageren Abschlüssen in den letzten Jahren, so Hasenmaile, wollen die Beschäftigten endlich spürbare Einkommenserhöhungen haben.

    Mehr Brisanz liegt inzwischen allerdings in der Auseinandersetzung um den Manteltarifvertrag, der von den Arbeitgebern gekündigt wurde. "Hier geht es ans Eingemachte", so Christa Hasenmaile, "sprich um Arbeitzeit, Sonderzahlungen, Zuschläge und andere materiell wichtige MTV-Regelungen." Weiter verhandelt wird am 22.11.

    Etliche Druck- und Zeitungsbetrieben haben seit Oktober gestreikt, aktuell wurden und werden bestreikt Erhardi Druck und das Druckzentrum der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg, die Technik beim Main Echo Aschaffenburg, Huhtamaki Ronsberg und der Nordbayerische Kurier Bayreuth. Die Streiks werden bis zum Verhandlungstag fortgesetzt und ausgeweitet.