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    Arbeitgeber kehr an den Verhandlungstisch zurück!

    Tarifrunde Stationierungsstreitkräfte

    Arbeitgeber kehr an den Verhandlungstisch zurück!

    Warnstreik in Grafenwöhr und Vilseck bei den Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte am 26.11.2019 ver.di Warnstreik in Grafenwöhr und Vilseck bei den Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte am 26.11.2019

    Warnstreik in Grafenwöhr und Vilseck bei den Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte am 26.11.2019

    Rund 50 Tarifbeschäftigte der Abteilung BASOPS Maintenance bei 405. AFSB Bavaria Grafenwöhr und Vilseck waren dem Warnstreikaufruf von ver.di gefolgt. „Es ist uns gelungen, die Maintenance Abteilung (TüV, Schwergerätemechaniker und zugehörige Verwaltung) lahm zu legen“, freut sich Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz). „Unser kurzfristig aufgerufener Warnstreik stand unter dem Motto ‚Arbeitgeber kehr an den Verhandlungstisch zurück‘“, erklärt Gröbner weiter. Rund 90% der aufgerufenen Kolleginnen und Kollegen folgten damit dem Warnstreikaufruf in das Streiklokal und blieben der Arbeit fern. Nach Gewerkschaftsangaben gab es heftige Beschwerden von Seiten der US-Streitkräfte, da der TüV am 26.11.2019 ganztägig geschlossen ist.

    „Es ist nahezu unglaublich, dass zur Finanzierung einer Grenzmauer in Amerika bundesdeutsche Zivilbeschäftigte durch Lohnzurückhaltung ihren Beitrag leisten sollen und damit unsere Tarifverhandlungen zum Stocken bringen.“ zeigte sich Wolfgang Dagner (ver.di-Bezirksfachgruppensprecher bei den Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte) empört. „Wir fordern die Arbeitgeberseite auf, schnellstmöglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren!“ so Dagner unter großem Beifall der Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im Streiklokal Gasthof Post in Grafenwöhr.

    Hintergrundinformation

    Die etwa 13.000 Zivilbeschäftigten der Gaststreitkräfte sind vor allem auf den US Truppenübungsplätzen beschäftigt, sowie zum Teil bei den britischen, französischen, kanadischen, belgischen Streitkräften und der NATO. In Bayern sind dies die Standorte in Südbayern (Garmisch-Partenkirchen, Sonthofen), sowie in  Ansbach, Illesheim, Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck. Die Tarifrunde begann am 1. Oktober ohne Angebot der Arbeitgeberseite. Am 23./24. Oktober in Berlin hatten sie 1,4 Prozent angeboten. Zuletzt lag das Angebot der Arbeitgeber am 18./19. November für 15 Monate bei 2,1 Prozent (8 Monate) und 1 Prozent (ab Juni).

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