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    Schock für die Oberpfälzer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

    Stationierungsstreitkräfte

    Schock für die Oberpfälzer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

    Nach Medienberichten des SWR und des ONETZ werden Grafenwöhr und Vilseck von dem geplanten Abzug der US-Streitkräfte drastisch betroffen sein. Besonders der geplante Abzug des 2. US-Kavallerieregiments aus Vilseck mit über 4000 Soldaten und weiterer kleinerer Einheiten aus Grafenwöhr wird massive Auswirkungen haben.

    “Wir stehen unter Schock und machen uns Sorgen um die Zukunft unserer Kolleginnen und Kollegen”, sagt ver.di Fachgruppenvorsitzender Wolfgang Dagner und fordert die Politik auf, die Beschäftigten bei der Sicherung ihrer Arbeitsplätze zu unterstützen.

    “Wir fordern  die sofortige Einrichtung eines Runden Tisches unter Teilnahme der Bayerischen Staatskanzlei, der Bundes- und Landtagsabgeordneten aus der Region, der Bürgermeister aus den Truppenübungsplatzrandgemeinden, der betroffenen Betriebsvertretungen und der Gewerkschaft ver.di”, fordert der Bezirksgeschäftsführer von ver.di Oberpfalz Alexander Gröbner.

    “Ob und welche Auswirkungen der Abzug auf zivile Beschäftigte hat, wird sich erst zeigen. Jedoch befürchten wir, dass dieser Einschlag langfristig eine größere Anzahl an Arbeitsplätzen kosten wird”, kommentiert die zuständige Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner.

    “Dass Präsident Trump im Wahlkampf den Abzug von Soldaten aus Deutschland entgegen aller Ratschläge durchzieht, ist eine kindische Trotzreaktion mit bitteren Folgen”, kritisiert der stellvertretende ver.di Landesbezirksleiter Norbert Flach. Er fordert die Bayerische Staatsregierung nachdrücklich auf, für die betroffene Region einen Schutzschirm zu spannen. “Am Runden Tisch müssen wir schauen, wie der zu befürchtende Verlust von mehreren hundert Arbeitsplätzen und mindestens 50 Millionen € Wirtschaftskraft per anno kompensiert werden kann. Die Region alleine kann das nicht schaffen“, so der Gewerkschafter wörtlich.

    “Die Beschäftigten stehen bereit, für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen”, resümiert Wolfgang Dagner

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