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    Keine Konfliktlösung in Sicht

    Papier- und Kunststoffverarbeitung

    Keine Konfliktlösung in Sicht

    Druck und Papier streiken weiter

    Seit Monaten kämpfen die Beschäftigten in der Druckindustrie und in der Papier- und Kunststoffverarbeitung um Einkommenserhöhungen und um den Erhalt ihrer tariflichen Arbeitsbedingungen. Nachdem die bayerischen Arbeitgeber der Druckindustrie weiterhin nicht zu Tarifgesprächen bereit sind, werden diese Streiks weiter fortgesetzt.

    Auf Bundesebene sind die Verhandlungen ohne neue Terminvereinbarung beendet, weder bei Lohn und Gehalt noch beim Manteltarifvertrag ist eine Konfliktlösung in Sicht. Gestreikt haben seit Ende Januar zum wiederholten Mal Druckbetriebe in Augsburg, Aschaffenburg, Kempten, Regensburg, Rosenheim, München, Bayreuth, Aichach und Nürnberg. „Die Streiks werden fortgesetzt, Woche für Woche. Die Kolleginnen und Kollegen sind sehr entschlossen, für ihr Geld und ihre Tarifverträge zu kämpfen, auch wenn es lange dauern sollte“, so Christa Hasenmaile, die zuständige Leiterin des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie bei ver.di Bayern.

    Seit einigen Tagen sind auch die Betriebe der Papier- und Kunststoffverarbeitung wieder zu Streiks aufgerufen. Ziel des Arbeitskampfes ist eine Steigerung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen. Gefordert sind sechs Prozent mehr für zwölf Monate.

    In etlichen Verhandlungsrunden auf Bundesebene haben die Arbeitgeber bisher nur ein unzureichendes Angebot vorgelegt und dieses überdies mit Bedingungen verknüpft. „Was die Arbeitgeber nach etlichen Nullmonaten anbieten, ist zu wenig, und das wollen sie dann auch noch betrieblich um weitere sechs Monate nach hinten verschieben. Das akzeptieren die Beschäftigten auf keinen Fall“, betonte Hasenmaile.

    Gestreikt wurde im Vorfeld der nächsten Verhandlung, auch hier zum wiederholten Mal, in Schwaben - bei smurfit Kappa in Neuburg und bei Engelhardt in Nördlingen. Etliche bayerische Betriebe werden sich bis zum Verhandlungstag am 19. Februar noch anschließen. Hasenmaile: “Die Kolleginnen und Kollegen sind es leid, dass die Arbeitgeberseite offenbar nur auf Zeit spielt - sie sollen jetzt endlich einen ordentlichen Lohnabschluss mit uns machen.“