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    Große Sorge bei derzeitiger Entwicklung

    Kliniken Nordoberpfalz AG

    Große Sorge bei derzeitiger Entwicklung

    Zukunftskonzept für Gesundheitsversorgung in der Fläche nur gemeinsam mit Beschäftigten

    Nach dem angekündigten Rücktritt des Vorstandsvorsitzenden Josef Götz und der bevorstehenden Aufsichtsratssitzung am Dienstag, den 17. Dezember 2019 appelliert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft an die Verantwortlichen in Aufsichtsrat und Politik die Zukunft für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung durch die Kliniken Nordoberpfalz AG mit einer ausreichenden Finanzausstattung zu gewährleisten.

    „Alleine mit dem Rücktritt des Vorstand ist die Zukunft nicht gesichert. Es kommt vielmehr darauf an, die finanzielle Lage der Kliniken AG mittelfristig nachhaltig zu sichern!“ bekräftigt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz) gegenüber Oberpfalzmedien.

    Die Gewerkschaft ver.di betrachte die derzeitige Entwicklung mit großer Sorge. Nachdem sich die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens mit einem Defizit von über 9 Mio. Euro bis Ende des Jahres äußerst schwierig darstelle werde klar, dass die Abwendung der Insolvenz im letzten Monat nur ein Schritt in die richtige Richtung war.

    „Jetzt gilt es neben einer stabilen Finanzausstattung durch die Träger – ggf. mit einer veränderten Eigentümerstruktur – insbesondere die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verbessern. Und das ist letztlich nur gemeinsam mit ver.di im Unternehmen möglich, wenn Betriebsrat und Vorstand ein tragfähiges Konzept für die Zukunft vereinbaren wollen“ so Gröbner weiter.

    „Wir brauchen einen runden Tisch der Aufsichtsratsspitze mit Vorstand, Betriebsräten und ver.di. Nur so können wir gemeinsame Lösungsansätze für  eine nachhaltige Entwicklung des Unternehmens entwickeln!“ betont Manuela Dietz (stellv. Bezirksgeschäftsführerin ver.di Oberpfalz)

    Standortschließungen seien für die Beschäftigten ebenso nicht nachvollziehbar wie weitere Arbeitsverdichtung. „Beispielsweise schafft eine verbindliche Dienstplangestaltung mit festen Freizeitblöcken die nötige Attraktivität für Beschäftigte, um gesund ihren Auftrag zu erledigen“ so Dietz weiter.

    Die Kliniken Nordoberpfalz AG sei die tragende Säule der öffentlichen Daseinsvorsorge in der nördlichen Oberpfalz. Gesundheitsversorgung sein im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Wirtschaftliche Leistungen erfordern tatsächlich auch ein Umdenken in der Bundes- und Landespolitik. Aber die öffentliche Trägerschaft sichert konkret eine Gesundheitsversorgung aus der Sicht der Öffentlichkeit. Privatisierte Krankenhäuser würden häufig ihre Gewinne in erster Linie auf dem Rücken der Beschäftigten  erwirtschaften, welche letztlich den Aktionären und nicht den Patienten zu Gute kämen.