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    Wegen Trumps Mauerplänen kein Geld für Zivilbeschäftigte?

    Tarifrunde Stationierungsstreitkräfte

    Wegen Trumps Mauerplänen kein Geld für Zivilbeschäftigte?

    Die Tarifgespräche für die Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte wurden am Dienstag, den 19.11.2019 unterbrochen ohne dass eine Einigung erzielt wurde. Ein neuer Termin steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. „Es ist ärgerlich, dass die Erwartungen der Zivilbeschäftigten auf eine angemessene Bezahlung und einen baldigen Tarifabschluss enttäuscht werden“, erklärte ver.di Verhandlungsführer Tobias Schürmann. Besonders irritierend für die Gewerkschafter waren die Hinweise darauf, dass Trumps Pläne für einen Mauerbau keine weiteren Spielräume zuließen. „Wieso sollten die Zivilbeschäftigten in Ansbach oder Grafenwöhr diese Mauer finanzieren?“, zeigte sich auch ver.di Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner (Bezirk Oberpfalz) verwundert. Für den stellvertretenden Landesleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach, handelt es sich hier um einen einmaligen Vorgang: „Es ist nahezu unglaublich, dass zur Finanzierung einer Grenzmauer in Amerika bundesdeutsche Zivilbeschäftigte durch Lohnzurückhaltung ihren Beitrag leisten sollen und damit unsere Tarifverhandlungen zum Stocken bringen.“ Er drückte seine Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung der Gespräche aus.

    Die etwa 13.000 Zivilbeschäftigten der Gaststreitkräfte sind vor allem auf den US Truppenübungsplätzen beschäftigt, sowie zum Teil bei den britischen, französischen, kanadischen, belgischen Streitkräften und der NATO. In Bayern sind dies die Standorte in Südbayern (Garmisch-Partenkirchen, Sonthofen), sowie in  Ansbach, Illesheim, Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck. Die Tarifrunde begann am 1. Oktober ohne Angebot der Arbeitgeberseite. Am 23./24. Oktober in Berlin hatten sie 1,4 Prozent angeboten. Zuletzt lag das Angebot der Arbeitgeber für 15 Monate bei 2,1 Prozent (8 Monate) und 1 Prozent (ab Juni).

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