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    Digitalisierung nicht nur für die Arbeitswelt von Bedeutung

    Seniorinnen und Senioren

    Digitalisierung nicht nur für die Arbeitswelt von Bedeutung

    ver.di Seniorenseminar in der Agentur für Arbeit Weiden ver.di ver.di Seniorenseminar in der Agentur für Arbeit Weiden

    ver.di Seniorenseminar in der Agentur für Arbeit Weiden

    Zwei hervorragende Referenten standen den Vertretern der Ver.di Senioren in der Oberpfalz bei ihrer Jahrestagung mit dem Schwerpunktthema Digitalisierung in Weiden zur Verfügung. Der Leiter des Arbeitgeberservice der Agentur in Weiden, Klaus Gredinger, zeigte dabei anhand des regionalen Arbeitsmarktes Entwicklungen auf. So ist die Arbeitsmarktentwicklung in der Oberpfalz die Positivste in Bayern. Es kann von Vollbeschäftigung ausgegangen werden. Die einst monostrukturierte wirtschaftliche Landschaft steht heute auf vielfältigen Beinen und ist somit zukunftsfester als in der Vergangenheit. Der starke Anteil im produzierenden Gewerbe hat maßgeblich zur Entwicklung beigetragen. Betrachtet man die Zukunft so fällt auf, dass zwei gewichtige Aspekte erheblichen Einfluss gewinnen. Das ist nach den Erkenntnissen des IAB die demographische Entwicklung und die Digitalisierung. Ersteres verengt das Arbeitskräfteangebot und die technische Entwicklung wird vor allen Dingen un- und angelernte Arbeitsfelder betreffen. Allerdings sieht er bei Letzterem noch viel Zeit vergehen, weil zwar Vieles machbar ist aber die Umsetzung von den finanziellen Möglichkeiten abhängt. Zu den erkennbaren Entwicklungen hat das IAB für die Öffentlichkeit den Futuromat freigegeben. Hier können anhand einzelner Berufsfelder Einschätzungen abgelesen werden.

    Referent Klaus Gredinger ver.di Referent Klaus Gredinger

    Digitalisierung braucht Rahmen

    Für die Gewerkschaften zeigte Ludwig Maier, Referatsleiter für Wirtschaft und Technik beim DGB Landesbezirk Bayern, in seinem Vortrag die einzelnen Stufen der Entwicklung bis zu Industrie 4.0 nach. Dabei wies er auf Veränderungen in der Vergangenheit und die gewerkschaftspolitische Einflussnahme hin. Auch für die Zukunft ist Gestaltung notwendig. Große Bedeutung kommt dabei der Fort- und Weiterbildung zu. Auch müssen im Bedarfsfall Kurzarbeiterregelungen ausgebaut werden. Eine wichtige Rolle spielt auf politischer Seite die beschlossene nationale Weiterbildungsstrategie. Sie soll ermöglichen, dass präventiv auf die Veränderungen eingegangen wird. Der Schutz vor Arbeitslosigkeit hat klaren Vorrang. In dieser Frage sind die Gewerkschaften mit etlichen tariflichen Vereinbarungen schon auf dem Weg. So gibt es Tarifverträge zu mobilem Arbeiten, Abfederung des demographischen Wandels, tarifliche Arbeitszeitverkürzung bei Digitalisierungsfolgen mit Lohnausgleich, Entlastungsvereinbarungen bei Pflegeberufen und dazu vielgestaltige Betriebsvereinbarung. Für Maier muss dringend die Tarifbindung gestärkt werden, weil sonst viele Arbeitnehmer außen vor bleiben. Damit im Einklang müssen sich die Beteiligungsrechte der Betriebs- und Personalräte für die Entwicklungen öffnen. Nur gemeinsam wird es möglich sein die Entwicklungen positiv zu lenken.

    Referent Ludwig Maier ver.di Referent Ludwig Maier

    Ältere dürfen nicht abgekoppelt werden

    Für die Teilnehmer der Seniorenvertretungen in den Ausschüssen, den Ortsvereinen und Fachbereichen war klar, dass besonders die Älteren mit Entwicklungen vertraut gemacht werden müssen. Verweigerung wird bei zunehmender Umstellung die Abkoppelung von wichtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen bedeuten. Behördengänge erfolgen immer stärker über das Internet, Einkauf, Bankgeschäfte, ÖPNV, Notfallversorgung und Vieles mehr bestimmen den Alltag. Deshalb haben die Seniorenausschüsse die Information zur Anwendung der Technik als Schwerpunkt in die Arbeit einbezogen. Manfred Haberzeth und Gerd Nothhaft konnten von vielen durchgeführten Veranstaltungen berichten. Besonders hilfreich ist hierbei auch das Amt für Digitalisierung mit ihren 13 Niederlassungen in ganz Bayern. Diese Inhalte sollen auch die nächsten Programme prägen. Zur Erinnerung erhielten die Referenten ein Andenken an das prägende Kulturgut Zoigl überreicht.