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    #SuE 2022 Oberpfalz

    ver.di Oberpfalz erhöht den Druck auf Kommunale Arbeitgeber

    Aufruf zum Warnstreik am 11. und 12. Mai
    SuE-Aktionstag am 29.03.2022 in Bremen Matthias Klump ver.di Oberpfalz erhöht den Druck auf Kommunale Arbeitgeber: Aufruf zum Warnstreik am 11. und 12. Mai


    „Nachdem die Arbeitgeber in zwei erfolglosen Verhandlungsrunden eine Antwort auf die berechtigten Forderungen der Sozialarbeiter*innen, der Erzieher*innen und vieler weiterer Beschäftigten in den Kitas, in der sozialen Arbeit und in den Einrichtungen der Behindertenhilfe schuldig geblieben sind, erhöhen wir vor der dritten Verhandlungsrunde nochmals den Druck auf die kommunalen Arbeitgeber auch in der Oberpfalz“, erklärt Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz). Gerade in dieser stark belasteten Arbeitssituation wäre ein Zeichen der Anerkennung der Leistung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst angebracht gewesen. „Deshalb werden wir die betroffenen kommunalen Beschäftigten in den kommunalen Kitas von Postbauer-Heng (Kita Lummerland) und der Stadt Weiden i. d. OPf. (Kita Tohuwabohu) sowie aus der Stadt Amberg jeweils für den 11. Mai (zentraler ver.di-Aktionstag Nürnberg) sowie

    in der Kita der Stadt Weiden i. d. OPf. (Kita Tohuwabohu) sowie der Kitas, der Mittagsbetreuung und der Sozialen Dienste der Stadt Regensburg am 12. Mai (zentraler ver.di-Aktionstag München) zu ganztägigen Warnstreiks aufrufen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite nochmals zu erhöhen“ ergänzt er bestimmt.

    „Wir erwarten eine breite Beteiligung aus den zum Warnstreik aufgerufenen Dienststellen und hoffen auf das Verständnis und die Unterstützung der Eltern und Kinder. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten bedeutet gleichermaßen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen z. B. für die frühkindliche Bildung der Kinder“ so Gröbner weiter.

    Hintergrundinformationen:

    Seit Jahren gebe es aufgrund der mangelhaften Arbeitsbedingungen und nicht angemessenen Gehälter eine starke Fluktuation weg aus dem Arbeitsfeld und das bei einem sich zuspitzenden Fachkräftemangel in den Arbeitsfeldern des Sozial- und Erziehungsdienstes. Deshalb hat ver.di in den Tarifverhandlungen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit als Forderung aufgenommen.

    In der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die rund 330.000 Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst im öffentlichen Dienst der Kommunen hatte es Ende März keine Annäherung gegeben. ver.di fordert in den Tarifverhandlungen eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst. Die dritte Verhandlungsrunde findet am 16./17. Mai in Potsdam statt.